Gesundheit
Schmerzfrei durch die kalte Jahreszeit

Schmerzfrei durch die kalte Jahreszeit

Manche Menschen leiden jetzt vermehrt unter schmerzenden Gelenken. Doch ist nicht die kalte Jahreszeit ist daran schuld. Der eigentliche Schuldige ist oft der Mangel an Bewegung.

Kälte und Feuchtigkeit verstärken nicht allein die Schmerzen, aber sie führen dazu, dass man lieber zu Hause bleibt und Spaziergänge werden auf warme Tage verschoben. Doch wer sich nicht bewegt, dessen Gelenke werden steif und schmerzen erst recht. So heißt die Devise also, sich warm einpacken und raus aus dem Haus. Das tut nicht nur den Gelenken, sondern auch der Seele gut.

Bewegung hält die Gelenke fit und schützt vor Knorpelverschleiß. Je nach Ausprägung der Erkrankung und der individuellen Fitness, eignen sich auf jeden Fall tägliche Spaziergänge auf sicheren Wegen, besser noch Ski-Langlauf-Touren oder im Hallenbad schwimmen gehen. Schützen Sie die Gelenke gegen Kälte eventuell durch Schoner aus Lammfell. Doch Aufwärm- oder Dehnübungen vor dem Sport sind immer wichtig. Sie verbessern die Geschmeidigkeit steifer Gliedmaßen und verbessern drastisch die Durchblutung von Muskeln und Gelenken. Und nach dem Ausflug an der frischen Luft kann man sich mit der Sauna oder einem heißen Bad wieder richtig aufwärmen. Der Wechsel zwischen Kalt und Warm mobilisiert antientzündliche und schmerzlindernde Stoffe, die auch bei Gelenkbeschwerden helfen.

Mit Phantasie oder Anleitung lassen sich jedoch auch Übungen in geschlossenen Räumen finden, für alle die partout nicht ins Freie möchten. Spannen Sie zum Beispiel Ihre Muskeln der Hand (Stift fest umgreifen), der Füße (Füße in den Boden stemmen) oder der Beine (Oberschenkel zusammenpressen) so fest Sie können an und lassen Sie die Anspannungen nach ca. 4 Sekunden wieder langsam los. Oder bewegen Sie Ihre Gelenke der Reihe nach durch von unten nach oben oder umgekehrt. Schütteln Sie Arme und Beine aus, laufen Sie auf der Stelle oder im Raum und strecken Sie sich mehrmals täglich. Doch achten Sie bei allen sportlichen Aktivitäten auf die Atmung und verlangen Sie nicht von Ihren Gelenken auf Kommando maximale Leistung zu erbringen, sondern gönnen Sie den Gelenken auch zwischendurch eine Pause.

Eine ausgewogene Ernährung ist besonders für Arthrosekranke wichtig. Die Schmerzen können zum Beispiel vermindert werden, wenn Sie tierische Fette im Speiseplan reduzieren, denn diese enthalten in hoher Konzentration Arachidonsäure, die entzündungsfördernd wirkt.

Bekämpfen Sie den Schmerz, denn wer sich den Schmerzen fügt, wird passiv und vermeidet Bewegung. Wenn Wärme nicht ausreicht um Schmerzen zu lindern, lassen Sie sich ansonsten ein wirksames Schmerzmittel verordnen. Nur wenn Schmerzen gelindert sind, können Sie sich ausreichend bewegen.

Vermeiden Sie Gelenk-Stress, denn übermäßige und hektische Bewegungen verstärken die Schmerzen. Bei Eis und Schnee macht ein Gehstock das Laufen sicherer und Sie gehen entspannter und vermeiden Verkrampfungen der Muskulatur. Außerdem entlasten Gehhilfen die Gelenke, weil sie einen Teil des Gewichts tragen.

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