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Wenn die Haut närrisch wird

Wer in den Hochburgen des Karnevals, der Fassenacht, des Faschings oder der Fastnacht zuhause ist, kann sich dem närrischen Treiben kaum entziehen. Nicht nur die passende Verkleidung, sondern auch die gut ausgewählte Fastnachtsschminke sind für eine gelungene Verwandlung besonders wichtig. Allerdings können Hautreizungen und allergische Reaktionen dem lustigen Fastnachtstreiben ein jähes Ende setzen.
Wenn die Haut närrisch wird

Wer möchte nicht gerne einmal an Fastnacht in eine andere Rolle schlüpfen, sei es als wildes Kätzchen, als Clown oder Spider(wo)man und seiner Haut dabei einen ganz neuen Ausdruck verleihen? Phantasievolle Kostüme, aberwitzige Verkleidungen und farbenfrohe Maskeraden - an Fastnacht sind der Experimentierkunst kaum Grenzen gesetzt.

Generell gilt es beim Schminken der Haut hygienische Sorgfalt walten zu lassen. Schminken ist ja nicht nur an Fastnacht "in". Gerade die Kleinen haben oft im Kindergarten Gelegenheit ihre ersten Erfahrungen mit der Verwandlungskunst zu machen. Bei Jugendlichen haben dank Halloween und Discobesuch Glitter und Farben im Badezimmer schon längst Einzug gehalten.

Steht man vor seinen Farben, Tuben, Tiegelchen und Sprays, sollte man zunächst darauf achten, dass alle Sachen noch haltbar sind. Sofern die Produkte etwas älter sind, ist möglicherweise noch kein Haltbarkeitsdatum vorhanden. Hat sich Öl abgesetzt, ist der Geruch unangenehm oder sogar ranzig, dann ab in den Müll!

Leidet man unter trockener und empfindlicher Haut, sollte man in jedem Fall die vorgesehene Fastnachtschminke auf Verträglichkeit testen. Dabei wird eine erbsengroße Menge auf die Ellenbeuge aufgetragen, mit einem Pflaster bedeckt und nach zwei Tagen begutachtet. Liegen Hinweise auf eine Reizung, Rötung oder sogar Juckreiz vor, kann dieses Produkt nicht aufgetragen werden.

Jedoch kann aus allergologischer Sicht keine Entwarnung gegeben werden. Duft-, Konservierungsstoffe und Emulgatoren sind weiterhin vorhanden und aus kosmetischer Sicht auch notwendig. Sofern nach dem Auftragen von Schminke starker Juckreiz und Rötung auftreten, besteht Verdacht auf eine Kontaktallergie. Der Allergietest bei einem Hautarzt klärt dies ab.

Weitaus häufiger als Kontaktallergien sind Haut- oder Augenreizungen. Sie entstehen dann, wenn die Haut grundsätzlich empfindlicher ist, Schminke durch Schwitzen in die Augenpartie verläuft, oder Farb- und Metallpartikel die Haut reizen. Zu fette Schminke auf fettiger Haut kann zu Aknepickeln führen.

Richtiges Schminken muss gelernt werden. Pinsel und Schwämmchen sollten pieksauber sein und nur jeweils von einer Person verwendet werden. Nach dem Händewaschen werden die Schminkstellen zum Schutz und zur Besserung der Schminkbarkeit eingecremt. Der Produktbeschreibung ist zu entnehmen, für welche Hautstellen die Schminke nicht geeignet ist. Wasserlösliche Farben sind oft nicht so gut haftbar wie fettlösliche, letztere sind farbintensiver, dafür haben sie den Nachteil, dass sie Flecken an der Kleidung hinterlassen. Glitter sollte nur gebunden in Gelen oder Cremes verwendet werden. Die empfindliche Augenlidpartie ist nach Möglichkeit auszusparen. Bei Unverträglichkeiten sollte der besser verträglicheren professionellen Theaterschminke der Vorzug gegeben werden.

Vor dem Schlafengehen sind alle Schminkreste sorgfältig mit weichen Wattepads und Reinigungsmilch zu entfernen. Eine Hautcreme mit einem pH-Wert von 5,5 unterstützt die wichtige Erholungsphase in der Nacht - denn die närrische Zeit ist auch für die Haut bekanntlich erst am Aschermittwoch vorbei.

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