Gesundheit
Unentbehrlich für geistige Fitness - Entspannung und Erholung

Unentbehrlich für geistige Fitness - Entspannung und Erholung

Leistung braucht Entspannung. Wer geistig fit sein will, muss sich auch erholen können. Die einfachste und wirkungsvollste Methode ist Schlafen. Daneben gibt es viele angenehme Techniken, über die mentale Vorstellungskraft oder körperliche Entspannung Ruhe zu finden.

Im gesunden Schlaf regenerieren sich Körper- und Gehirnzellen. Alte Zellen werden durch neue ersetzt, kaputte repariert. Während des Schlafs "sortiert" das Gehirn die Eindrücke und Erlebnisse des Tages. Unwichtiges wird gelöscht, Wichtiges gespeichert. Damit also Gelerntes hängenbleibt, sollte man tatsächlich erst einmal eine Nacht darüber schlafen. Körper und Gehirn bereiten sich über Hormonausschüttungen, Temperatur usw. sorgfältig auf den Schlaf vor. Deshalb gilt besonders für Schüler und Studenten: ab 20 Uhr keine schweren Konzentrationsaufgaben mehr. Runter schalten in einen Entspannungsmodus.

Die Kunst, richtig abzuschalten

Nicht nur in Berufen mit hoher Verantwortung, wie bei Fernfahrern oder Chirurgen, sind Pausen unerlässlich. Richtig Abschalten zu können und Erholungsphasen für die Regeneration zu nutzen ist ein unentbehrliches Mittel, um seine Leistung zu optimieren. Es hilft uns, Stresssituationen zu bewältigen, Prüfungsdruck stand zu halten und Nervosität zu überwinden.

Die progressive Muskelentspannung

Die progressive Muskelentspannung ist ebenso einfach wie wirkungsvoll. Man fühlt und lernt dabei den Wechsel von Anspannung zur Entspannung. Gleichzeitig ist es eine Übung in der Kräftekonzentration. Das Prinzip ist, eine Muskelgruppe zuerst maximal anzuspannen, um dann die Spannung vollkommen zu lösen. Die Übung sollte im Sitzen oder Liegen einmal täglich, möglichst zur gleichen Zeit durchgeführt werden, und zwischen 10 bis 20 Minuten dauern. Am besten bei den Gliedmaßen, entweder Händen  oder Füßen anfangen und den Körper durcharbeiten. Zum Beispiel zuerst die eine, dann die andere Hand zur Faust ballen und dann lösen. Dann die Muskeln eines Oberarms so kraftvoll wie es geht anspannen und lösen. Dann zum anderen Oberarm wechseln usw.

Autogenes Training, Yoga & Co

Meditative Techniken sind äußerst wirkungsvoll, brauchen aber eine längere Lernzeit und die Geduld für regelmäßige Übungen. Richtig lernt man sie nur unter Anleitung einer erfahrenen Fachkraft.

Autogenes Training basiert auf einer Form von Autosuggestion, die aus Hypnoseverfahren entwickelt wurde. Der Übende suggeriert sich selbst einen bestimmten körperlichen Zustand. Dabei schließt er in entspannter Haltung seine Augen und konzentriert sich auf sein Inneres. Dann tritt er in seiner Vorstellung eine Reise durch den Körper an und vermittelt ihm ein Gefühl des Wohlbefindens ("Mein Arm ist ganz warm."/"Mein Atem ist ganz ruhig."/"Meine Stirn ist angenehm kühl."/ und so fort).

Yoga ist im Indischen ein vielfältiger spiritueller Weg der Selbsterkenntnis. In der westlichen Kultur, die immer auf den Nutzeneffekt ausgerichtet ist, wurde Yoga als Übung für Entspannung, Ruhe und Ausgeglichenheit populär. Über Körperhaltungen und Atemführungen sollen Körper, Seele und Geist ganzheitlich in einen Zustand des Einklangs versetzt werden und die Lebensenergie stimulieren.

Geistig relaxen durch körperliche Erholung

Für extrovertierte, praktisch denkende Menschen, die mit spirituellen Reisen nach Innen nichts anfangen können, eignen sich Massagen und Bäder perfekt.

Bei der Massage wird die Durchblutung gefördert, die Muskulatur entspannt sich, der Blutdruck sinkt, der Atem wird ruhig. Die körperliche Entspannung löst die psychische Entspannung aus. Einen ganz ähnlichen Effekt haben duftende Wohlfühlbäder. Besonders  intensiv wirken Thermalbäder in mindestens 20 Grad warmen mineralhaltigem Wasser.

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