Gesundheit
Wer richtig atmet bleibt länger jung

Wer richtig atmet bleibt länger jung

Die meisten Menschen haben verlernt, richtig zu atmen. Als Säuglinge und Kleinkinder konnten sie es noch. Ganz automatisch, tief und ruhig. Doch mit der Zeit, mit wachsender Anforderung an das Leben, mit Stress und Unruhe hat sich eine flache, hektische Atmung entwickelt, die unsere körperliche und seelische Gesundheit beeinträchtigen kann.

Die meisten Menschen schöpfen ihre Lungenkapazität bei weitem nicht aus und optimieren deshalb auch ihre Sauerstoffversorgung nicht.

Jungbrunnen - Sauerstoff

Bei unzureichender Sauerstoffversorgung geht die Leistungsfähigkeit des Menschen zurück. Die moderne Wissenschaft hat gesicherte Erkenntnisse darüber, dass eine hohe Sauerstoffsättigung des Blutes gut und wichtig für den Zellstoffwechsel ist. Denn Zellen erneuern sich ständig. Im Alter wird dieser Erneuerungsprozess ohnehin gebremst. Wenn nun noch das Blut mit wenig Sauerstoff angereichert ist, altert der Mensch schneller. Deshalb ist Sauerstoff ein Jungbrunnen.

Konzentriertes Atmen

Das Atmen vollzieht sich vegativ. Obwohl es nicht willentlich geschieht, ist es bewusst steuerbar. Die indischen Yogalehrer haben gelernt, ihre Gehirnfunktion, das Zusammenspiel der inneren Organen und ihren Bewusstseinszustand zu kontrollieren, in dem sie ihre Atemmuster manipulieren. Für den modernen Menschen wäre es dahingegen schon ausreichend, er würde seine Konzentration aufs Atmen lenken und so lernen, den Luftstrom für sich und seinen Organismus zu optimieren. Nach einiger Zeit würde dann das richtige Atmen zur Gewohnheit, so wie wir nicht mehr darüber nachdenken müssen, wie man aufsteht und geht. Die neue Gewohnheit könnte sich sehr positiv auf den gesundheitlichen Gesamtzustand und auf das Wohlbefinden auswirken.

Was zu mehr Sauerstoff verhilft

Viel raus an die frische Luft und Sport treiben. Bei körperlicher Anstrengung schnellt die Herzleistung nach oben. Mehr Blut wird in kürzerer Zeit umgewälzt. Je mehr Sauerstoff es jetzt transportieren kann, desto größer die Freisetzung von Energie in den Zellen. Wer joggt, stramm Rad fährt oder zügig schwimmt, atmet automatisch mehr und tiefer. Singen und schreien Sie! Das wirkt zum einen entspannend und befreiend. Zum anderen werden die Lungen mit Luft voll gepumpt. Zum Singen eignen sich viele Orte, zum Schreien nicht. Im geschlossenen Auto kann man es allerdings beruhigt mal versuchen. Gezieltes Atemtraining verhilft zu dauerhaft richtigem Atmen. Man kann es mit Hilfe von Büchern oder Seminaren lernen. Vielfach stützt sich der Lehrstoff auf die indische Atemlehre, die Wissenschaft vom Atem, auch "Svarodaya" genannt.

Kleine Atemschule zum Jungbleiben

Eine gängige und effektive Atemübung besteht in der 4-6-8-Methode:

Man setzt sich entspannt in einen Sessel mit Rückenlehne, stelle die Füße nebeneinander locker auf den Boden und lege die Handrücken auf die Knie. Nun mit geschlossenen Augen tief durch die Nase einatmen. Dabei darauf achten, dass sich zuerst der Bauch und dann die Brust hebt. Bis vier zählen. Den Atem anhalten und bis sechs zählen Jetzt langsam ausatmen. Die Luft durch den offenen Mund ausströmen lassen und dabei bis acht zählen. Man lasse den Atem zuerst aus dem Bauchraum und dann aus dem Brustraum heraus. Entspannt und locker bleiben. Da der Mund geöffnet ist, darf der Unterkiefer ruhig herabhängen. Diese Übung fünf Mal wiederholen. Am besten draußen oder bei offenem Fenster.

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