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Reibetest

Reibetest

Der Reibetest ist der ungefährlichste und ein relativ unempfindlicher Hauttest, der sich nur für Patienten eignet, die hochgradig sensibel auf Allergene reagieren. Wenn eine sehr starke Allergie gegen ein bestimmtes Allergen vermutet wird und zunächst auf einen Prick- oder Scratchtest verzichten werden soll, kann ein Reibetest durchgeführt werden. Dabei wird das verdächtigte Allergen auf der Innenfläche des Unterarms mehrfach hin- und hergerieben. Hierbei werden keine kommerziellen Testlösungen verwendet, sondern die natürliche Substanz als Rohmaterial, wie Tierhaare, Latexmaterial, Obstsorten oder Nüsse. Bei positiver Reaktion macht sich eine Allergie wiederum nach ca. 20 Minuten als juckende Quaddelbildung auf dem Hautareal bemerkbar, die nach und nach zu einer geröteten Fläche zusammenfließen. Gegen den quälenden Juckreiz, der an den Reibestellen auf der Haut entsteht, hilft ein Antihistaminikum. Hat die Haut an der Reibstelle nicht reagiert, ist das Testergebnis negativ Zum Vergleich wird auf der anderen Unterarmseite eine physiologische Kochsalzlösung (0,9% Natriumchlorid) als sogenannte Leerkontrolle, mit der ein Wattetupfer getränkt ist, ebenfalls in die Haut eingerieben

Der Test ist weder sehr empfindlich noch sehr zuverlässig. Ein negatives Ergebnis bedeutet also nicht viel, aber ein positives Testergebnis ist meist eindeutig. Der Reibetest eignet sich dann, wenn eine heftige Reaktion erwartet wird, die so ungefährlich verläuft.

Antihistaminika und Kortikosteroide sind Substanzen, die allergische Reaktionen und damit allergische Beschwerden lindern bzw. verhindern. Ist ein Reibetest zur Diagnostik einer Allergie geplant, müssen Medikamente mit diesen Substanzen mindestens 4 Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden, da sonst das Testergebnis aus den eben genannten Gründen falsch-negativ ist, das heißt, verfälscht wird. Medikamente, die Beta-2-Stimulatoren (Asthma-Mittel), Glukokortikoide sowie Antibiotika dürfen weiterhin eingenommen werden.

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