Gesundheit
Auszeichnung Webadressbuch 2015
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Häufige Vergiftungen bei Hunden

Häufige Vergiftungen bei Hunden

Die meisten Vergiftungen geschehen heute im eigenen Haus oder Garten und sind nicht etwa absichtlich herbei geführt sondern werden durch Unachtsamkeit oder Unwissen verursacht. Vorsätzlich herbeigeführte Vergiftungen sind glücklicher Weise eher selten.

Da es nicht möglich ist, umfassend auf alle möglichen Vergiftungen einzugehen (es sind einige tausend für den Hund giftige Substanzen bekannt), kann die nun folgende Liste nur einen Überblick über einige der Häufigsten geben und erhebt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Medikamente

Humanmedizinische Schmerzmittel (z.B. Diclofenac, Ibuprofen)

Toxizität (Giftigkeit): hoch (Symptome teilweise schon nach weniger als einer Tablette)

Symptome: Magen- und Darmblutungen, Erbrechen, Durchfall, Schockzustände, Bauchschmerzen, blutiger Urin

Therapie: Infusionen, Magenspülung, Schocktherapie, Intensivüberwachung

 

Schädlingsbekämpfungsmittel

Ratten- und Mäusegifte (Cumarin-Derivate)

Toxizität: hoch bis sehr hoch (erste Symptome treten jedoch erst 2-5 Tage nach Giftaufnahme auf)

Symptome: Blutgerinnungsstörungen, blutiger Urin, Schleimhautblutungen, Hämatome, Abgeschlagenheit, Schockzustände

Therapie: Vitamin K-Injektionen über mindestens 1 Woche, Bluttransfusionen

Schneckenkorn (Metaldehyd)

Toxizität: sehr hoch

Symptome: Fieber, Krämpfe, Durchfall, Erbrechen, Speichelfluss, Koma

Therapie: Magenspülung, Aktivkohle, Infusionen, Intensivüberwachung

 

Insekten- und Unkrautvernichter (Organophosphate)

Toxizität: mittel bis sehr hoch, je nach Präparat (bekanntester Vertreter dieser Gruppe ist E605)

Symptome: starkes Speicheln, Durchfall, Erbrechen, sehr eng gestellte Pupillen, Muskelzuckungen, Lähmung, Koma

Therapie: Atropin-Injektionen, Magenspülung, Aktivkohle, Krampfbehandlung, Intensivüberwachung

 

Nahrungsmittel

Schokolade und Kakao

Toxizität: mittel bis hoch (dunkle Schokolade & Kochschokolade sind besonders giftig, schon ca. 10-20g können tödlich sein)

Symptome: Fieber, Krämpfe, Erregung, Atemnot, Atemstillstand, Herzstillstand

Therapie: Kreislauf- und Atmungsstabilisierung, Magenspülung, Aktivkohle, Infusionen

Küchenzwiebeln

Toxizität: mittel (Vergiftungen treten ab etwa 5g pro kg Körpergewicht auf, bestimmte Rassen, wie Akita Inus sind besonders empfindlich)

Symptome: blutiger Urin, blasse Schleimhäute, Anämie ("Blutarmut")

Therapie: Infusionen, in scheren Vergiftungsfällen Bluttransfusionen

Trauben und Rosinen

Toxizität: hoch (Vergiftungen treten ab etwa 10g pro kg Körpergewicht auf)

Symptome: Erbrechen, Abgeschlagenheit, Nierenversagen

Therapie: Intensivüberwachung, Infusionen, Dialyse

 

Chemikalien im Haushalt

Frostschutzmittel (Ethylenglykol)

Toxizität: sehr hoch (der süßliche Geschmack sorgt immer wieder für Vergiftungsfälle)

Symptome: Erbrechen, Untertemperatur, Durst, Krämpfe, Nierenversagen

Therapie: nur innerhalb von 5 Stunden nach Aufnahme Erfolg versprechend, Kreislauf- und Atmungsstabilisierung, intravenöse Gabe von Alkohol über 48 Stunden (angestrebt wird ein Blutalkoholspiegel von 1 Promille)

 

 

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