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Hilfe, die Pollen kommen!

Was tun bei Pollenallergie? Alle Jahre wieder ... kommen sie, die Pollen, mikroskopisch klein und für den Pollen-Allergiker oft sehr quälend: Niesreiz, Augentränen, Augenjucken, Ekzeme, allergisches Asthma und begleitende Nahrungsmittel-Allergien stören die bis dahin vorhandene Harmonie zwischen Mensch und Natur.
Hilfe, die Pollen kommen!

Allein in Deutschland leiden mehr als 10 Millionen Menschen an Pollenallergie oder allergischem Asthma, Tendenz steigend.

Eine Pollenallergie ist keine Bagatellerkrankung. Bei jedem dritten Pollenallergiker bleibt es nicht bei Nasen- oder Augenjucken. Trockener Reizhusten ist das erste Symptom, das auf einen Befall der unteren Atemwege hinweist. Jetzt droht das allergische Asthma, welches nicht nur im akuten Anfall die Luft zum Atmen nimmt, sondern bei chronischem Verlauf das Lungengewebe zerstört und damit sowohl Lebensqualität als auch Lebenserwartung deutlich einschränken kann.

Was kann man gegen eine Pollenallergie tun, wann ist eine ärztliche Behandlung notwendig?

Zunächst einmal sollte geklärt werden, ob überhaupt eine Pollenallergie vorliegt. Ein klassisches Symptom ist plötzlich attackenartig einsetzender Niesreiz oder Augenjucken. Je nach Witterung und Region beginnt bereits im Januar der Flug der Haselpollen. Im Februar folgen Erlenpollen, das Auftreten der Birkenpollen ist typisch für die Zeit um Ostern. Anfang Mai setzt der Pollenflug der Gräser ein, gefolgt von Roggenpollen im Juni. Beifuß- und Wegerichpollen können bis in den Spätherbst auftreten. Sind die allergischen Beschwerden sehr heftig, besteht sogar Luftnot und dauern die Beschwerden über mehrere Tage an, sollte eine umgehende ärztliche Konsultation erfolgen. Hier erhält der Patient nicht nur eine wirksame Medikation, sondern in der Regel auch einen Termin zur Allergietestung. Bei der Pricktestung wird ein Tropfen Allergielösung auf die Haut aufgetragen, mit einer Nadel leicht eingeritzt und das Ergebnis nach 20 Minuten abgelesen. Sofern sich aufgrund der Testung eine juckende Quaddel bildet, ist die Sensibilisierung bereits nachgewiesen.

Bei Beschwerden, die über einen Zeitraum von weniger als 4 Wochen andauern und die durch antiallergische Medikamente gut zu behandeln sind, ist keine weitere Untersuchung erforderlich. Wenn die antiallergischen Medikamente nicht ausreichend helfen oder die Beschwerden sehr lange den Betroffenen peinigen, besteht die Möglichkeit der Allergie-Impfung (Hyposensibilisierung). Hierbei wird eine verdünnte Allergen-Lösung in wöchentlichen Abständen in den Oberarm gespritzt. Je nach Auswahl des entsprechenden Präparates dauert die Behandlung zwischen 4 und 12 Wochen und wird über einen Zeitraum von 3 Jahren durchgeführt. Ziel ist der Aufbau körpereigener schützender Antikörper, die die allergische Reaktion bereits in der darauf folgenden Pollensaison dauerhaft verhindern.

Die Allergie-Impfung wird von allergologisch ausgebildeten Ärzten, in der Regel von allen Hautärzten durchgeführt. Zur exakten Sicherung des auslösenden Allergens tragen neben der Blutuntersuchung (ELISA-Test) die Nasenschleimhaut-Testung sowie der Vergleich mit dem Symptomkalender des Patienten bei. Die Behandlungserfolge sind bei exakter Diagnosestellung der auslösenden Allergene sehr gut. Rechzeitig diagnostiziert und behandelt, kann der Pollenallergie somit wirksam vorgebeugt werden.

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