Gesundheit
Allergene in Wohnungen reduzieren

Allergene in Wohnungen reduzieren

Gerade zuhause, wo man Ruhe, Erholung und Entspannung sucht, können potenzielle Allergene wie Milben, Schimmelpilze, Tierhaare und Pollen die Gesundheit belasten.

Diese Allergene lagern auf Polstermöbeln, lauern in Betten und haften an Haaren, Schuhen und Kleidung. Gelangen die Allergene in die Atemwege entfalten sie dort bei allergisch veranlagten Menschen ihre entzündliche Wirkung. Beschwerden, die von laufender Nase über juckende Augen bis hin zu asthmatischen Reaktionen reichen sind die Folge. Zwar ist es praktisch unmöglich, den Allergieauslösern gänzlich zu entkommen, dennoch gibt es Mittel, die Allergenbelastung in der Wohnung zu reduzieren.

Pollen (Blütenstaub) sind bei höheren Pflanzen die Träger des männlichen Erbguts und werden vom Wind kilometerweit durch die Luft getragen. Pollen können vor allem Heuschnupfen und allergisches Asthma bronchiale auslösen, daneben auch zu einer Ekzemverschlechterung bei Neurodermitis führen. Der Pollenflug unterliegt tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Starker Pollenflug ist bei warmem, trockenem Wetter mit leichtem bis mäßigen Winden sowie kurz vor Regen zu erwarten. Zwar kann man den Pollenkontakt nicht ausschließen, doch man kann ihn reduzieren, indem man sich über den zu erwartenden Pollenflug durch Pollenflugkalender sowie Pollenwarndienste genauer informiert, ausgedehntes Lüften in der Stadt in die frühen Morgenstunden, auf dem Land in die Abendstunden verlegt, Schlafzimmerfenster nachts geschlossen hält, Kleidung die im Freien getragen wurde, nicht im Schlafbereich lagert, Wäsche nicht im Freien trocknet und nach einem Aufenthalt im Freien am Abend Haare wäscht. Selbst Pollenschutzgitter vor den Fenstern verhindern, dass Blütenstaub eindringen kann.

Milben sind mikroskopisch kleine Lebewesen, deren Milbenkot allergieauslösend ist. Sie können allergisches Asthma bronchiale sowie allergischen Dauerschnupfen auslösen sowie zu einer Ekzemverschlechterung führen. Die wirksamsten Ansätze zur Milbenbekämpfung sind die Herabsetzung der Luftfeuchtigkeit und die Unterbindung der Nahrungszufuhr (Hautschuppen). Milbendichte Überzüge halten die Allergene im Inneren von Matratzen, Kopfkissen und Oberbetten zurück. Bettdecke und Kopfkissen sollten voll waschbar sein und mindestens alle 3 Monate gewaschen werden. Morgens das Bettzeug gut auslüften, damit die nachts aufgenommene Feuchtigkeit wieder abgegeben werden kann. Um die Feinstaubbelastung in der Luft so gering wie möglich zu halten, reinigt man glatte Flächen am besten mit speziellen Anti-Staubtüchern. Ideal für die Reinigung von Fußbodenbelägen und Teppichen sind Staubsauger mit Feinstaubfiltern und komplett versiegeltem Gehäuse.

Seit Tiere zunehmend in Wohnungen gehalten werden, nehmen auch die Tierallergien zu. Tiere lösen vor allem Symptome an den Schleimhäuten der Augen und Atemwege aus. Am häufigsten sind Allergien gegen Katzen, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Vögel und Hunde. Die Trennung vom allergieauslösenden Tier fällt oft sehr schwer, ist jedoch bei heftigen Reaktionen wie Asthmaanfällen unbedingt erforderlich. Auch ist zu beachten, dass von einem Tier, das über längere Zeit in einer Wohnung gelebt hat, noch über Monate allergenes Material wie Hautschuppen oder Haare vorhanden sein kann. Eine endgültige Symptombesserung kann also nicht sofort erwartet werden.

Schimmelpilze spielen vor allem als Inhalationsallergene eine Rolle und kommen im Freien auf organischem Material wie Blättern, Getreide, Kompost und Erde, im Haus auf Zimmerpflanzen und in Blumenerde vor. Andere Schimmelpilze im Haus wachsen auf feuchten Wänden oder Speiseresten. Die wichtigsten Maßnahmen zur Reduktion von Schimmelpilzbefall im Haus sind eine Reduktion der Luftfeuchtigkeit auf 45-55 % und regelmäßiges Stoßlüften. Es sollte eine gute Luftzirkulation zwischen Möbeln und Boden, Decke und Wand bestehen.

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