Gesundheit
Misteltherapie bei Krebserkrankungen

Misteltherapie bei Krebserkrankungen

Der Einsatz von Mistelextrakten gehört zu den am meisten angewandten Begleitmedikationen in der Behandlung bösartiger Erkrankungen. Diese Zusatzbehandlung wird häufig vom Patienten selbst gewünscht. Zu Mistelextrakten, den in Deutschland am meisten verordneten Präparaten in der Krebstherapie, liegen nun neue Studienergebnisse vor, die durch den führenden Hersteller von Mistelextrakten in einer ausgerichteten Pressekonferenz unter dem Vorsitz von Professor Dr. med. Gerd A. Nagel, Zürich, im Rahmen des 26. Deutschen Krebskongresses präsentiert wurden. Die Studienergebnisse belegen, dass eine Therapie mit Mistelextrakten gut verträglich ist und keine Anregung des Tumorwachstums nachweisbar ist. Außerdem werden durch die zusätzliche Gabe von Mistelextrakten die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie deutlich reduziert sowie die Überlebenszeit nachweisbar verlängert.

Im Mittelpunkt der Pressekonferenz standen die Ergebnisse zweier Studien, die beim Brustkrebs sowie beim bösartigen schwarzen Hautkrebs (malignes Malinom) durchgeführt wurden. Priv.-Doz. Dr. Walter Eckard Friedel, Klinikum Bad Bocklet, erörterte die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Wirkstoffes bei einer langfristigen Begleitbehandlung mit dem Mistelextrakt.

Dieses wurde zusätzlich zur herkömmlichen Krebstherapie bei Patientinnen mit Brustkrebs eingesetzt. An der Studie nahmen 1.442 Patientinnen teil, davon 732 Frauen, die nach der Operation ausschließlich eine übliche Anschlussbehandlung aus Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie erhalten hatten, sowie 710 Patientinnen, die zusätzlich ein Mistelpräparat bekamen. Patientinnen, die den Mistelextrakt erhielten, klagten über deutlich weniger Nebenwirkungen, die durch die herkömmliche Krebstherapie ausgelöst wurden, als die Kontrollgruppe (16,2% zu 54,0%). In der Mistelpräparat- Gruppe verschwanden die meisten krankheits- und therapiebedingten Symptome deutlich häufiger als in der Kontrollgruppe und die Überlebenszeit verlängerte sich. Schwere Nebenwirkungen oder ein erneutes Tumorwachstum wurden nicht beobachtet. Eine andere Studie unter der Leitung von Priv-Doz. Dr. Matthias Augustin, Universitäts-Hautklinik Freiburg, untersuchte  die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der langfristigen Therapie mit Mistelextrakten im Vergleich zur unbehandelten Kontrollgruppe bei bösartigem schwarzem Hautkrebs.

Insgesamt wurden 686 Patienten (329 in der Prüfgruppe, 357 in der Kontrollgruppe) in die Auswertung einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass das geprüfte Mistelpräparat in der Langzeittherapie des bösartigen schwarzen Hautkrebses unbedenklich ist. Eine Anregung des Tumorwachstums bzw. eine Häufung von Gehirnmetastasen wurde nicht beobachtet. Die Behandlung mit Mistelextrakten bewirkt eine deutliche Verlängerung der Überlebenszeit und auch die tumorfreie Zeit verlängerte sich.

Ergebnisse dieser Studien zeigen, dass die Schulmedizin, die sich hauptsächlich an der zu behandelnden Krankheit ausrichtet, umdenken und sich den Wünschen der Patienten nach alternativen Begleitbehandlungen öffnen sollte.

Bei weiteren Fragen, wenden Sie sich bitte an einen Arzt Ihres Vertrauens.

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