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Hautpflege

Zeigt her Eure Hände

Pflegetipps für die alltägliche Belastung Ihrer Hände

Unsere Hände sind ein wichtiges Kontaktorgan. Nicht nur der Hautarzt spürt bei jedem Händedruck, ob sie gut in Schuss sind. Auch der äußerlich sichtbare Eindruck ist bereits eine Visitenkarte. Ob Hände als schön empfunden werden, ist eine Geschmacksfrage. Ob sie einen gepflegten Eindruck machen, ist oft auch eine Frage der Achtsamkeit sich selbst gegenüber. Wer hat es als Kind nicht oft genug gehört: "Wasch Dir mal die Hände!" Doch haben wir es wirklich gelernt mit unseren Händen richtig umzugehen? Ist Eincremen wirklich nötig?

 

 

Die Haut unserer Hände ist vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Die feine Hornschicht schützt sie vor mechanischen Belastungen und kleinen Verletzungen. Durch regelmäßig vorkommende starke Beanspruchung wird sie etwas kräftiger und kann gerade Menschen, die kraftvoll zupacken müssen, noch besser schützen. Diese positive Anpassung bezieht sich aber nicht auf den hauchdünnen Wasser-Fettfilm, der, zusammen mit der von gesunden Hautbakterien produzierten Säure, den Säureschutzmantel der Haut bildet. Er wird durch mechanische Belastungen abgerieben, durch Umweltchemikalien und auch durch Reinigung stark belastet. Es ist deshalb besonders wichtig diesen Schutzfilm intakt zu halten. Ist er beschädigt, kann er durch Pflege und Vorbeugung wieder aufgebaut werden. Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen.

 

  • Händewaschen: benutzen Sie nur lauwarmes Wasser, milde parfümfreie Seife oder Flüssigseife im pH 5 Bereich. Spülen Sie sorgfältig mit klarem Wasser nach, trocknen Sie insbesondere auch die Fingerzwischenräume gut ab. Wenn Sie Ihre Hände oft waschen, ist Eincremen Pflicht.
  • Handreinigung: benutzen Sie auch bei stärkerer Verschmutzung möglichst keine Handwaschpaste oder eine Bürste.

 

  • Cremen Sie nach wiederholtem Händewaschen die Haut mit einer Handcreme gut ein. Die Creme sollte gut einziehen, nicht fetten und ein angenehmes Gefühl erzeugen. Neben verschiedenen Fertigprodukten im pH 5 Bereich kann ich auch die in Apotheken erhältliche nicht-ionische hydrophile Creme DAB empfehlen. Ist die Haut trocken, sollten Sie alle 2 Stunden Ihre Hände zusätzlich eincremen.

 

  • Bei wiederholtem Wasserkontakt oder häufiger Hausarbeit sollten keine Ringe getragen werden, da sich unter ihnen Schadstoffe ansammeln können.

 

  • Die Schmutzwäsche sollte möglichst nur in der Waschmaschine gewaschen werden. Der Spülgang dient dazu verbliebene Waschmittelreste zu entfernen. Vermeiden Sie den direkten Hautkontakt mit Wasch- und Reinigungsmitteln.

 

  • Zum Geschirrspülen nach Möglichkeit lauwarmes Wasser und geringe Mengen eines milden Geschirrspülmittels verwenden. Am besten ist der Gebrauch einer Geschirrspülmaschine.

 

  • Vermeiden Sie den direkten Hautkontakt mit aggressiven Stoffen wie Lösungs-und Bleichmittel, Farben, Klebstoffe, Putz- , Pflege- und Reinigungsmittel in der Kosmetik sowie bei Hausputz und Hobby.

 

  • Schützen Sie Ihre Hände bei mechanisch belastenden Tätigkeiten mit Arbeitshandschuhen, bei längerem Feuchtkontakt mit gefütterten Plastikhandschuhen. Gummihandschuhe können Kontaktallergien auslösen.

 

  • Liegen bereits Hautreizungen vor, sollten Sie Zitrusfrüchte, Tomaten und frische Kartoffeln nicht mit bloßen Händen bearbeiten.

 

Hautveränderungen an den Händen können sehr belasten. Nicht nur der äußerliche Eindruck spielt hierbei eine Rolle. Kommen Juckreiz, Rötungen oder sogar Bläschen hinzu, sollte nicht lange abgewartet werden. Hier ist hautärztliche Hilfe nötig, erst recht, wenn der Beruf für die Auslösung des Handekzems mit verantwortlich ist.

 

 

Weitere Beiträge von Dr. Erik Senger, Hautarzt in Rödermark, finden Sie unter "Wenn's um die Haut geht"


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