Gesundheit aktuell

Wirksame Hilfe bei krankhafter Fettleibigkeit - Teil IV

 

 

Adipositas - ein zunehmendes Problem unserer Gesellschaft

 

Immer mehr Menschen sind von der chronischen Erkrankung "Adipositas permagna" (Fettleibigkeit) betroffen. In Deutschland leidet jeder Fünfte unter dieser übermäßigen Vermehrung oder Bildung von Fettgewebe, die von verschiedenen Faktoren ausgelöst wird.

 

Wann handelt es sich aber um krankhafte Fettleibigkeit und wann um "normales" Übergewicht ?

Als Übergewicht gilt laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Körpermasseindex (Body Mass Index = BMI) ab 25. Krankhaft übergewichtig (adipös) ist, wer einen BMI von 30 und mehr hat.

 

Neben BMI-Tabellen dienen skalierte Nomogramme der Ermittlung des BMI.

Normalgewicht 18,5 ? 24,9

Übergewicht >= 25

Präadipositas 25 ? 29,9

Adipositas Grad I 30 ? 34,9

Adipositas Grad II 35 ? 39,9

Adipositas Grad III >= 40

 

 

Die Problemzonen bei Mann und Frau

...sind im allgemeinen unterschiedlich und werden umgangssprachlich auch als Apfel- beziehungsweise Birnenform beschrieben. Die abdominale Fettverteilung (stammbetonte, abdroide so genannte Apfelform) tritt überwiegend bei Männern auf. Die Fettvermehrung bezieht sich auf das Innere des Abdomens und ist mit einem erheblichen Risiko für metabolische Begleiterkrankungen verbunden. Die glutaeo-femorale Fettverteilung (hüftbetonte, gynoide so genannte Birnenform) findet sich häufig bei adipösen Frauen. Hier kommt es vor allem zu einer Vermehrung des Fettgewebes an Bauch und Oberschenkeln. Metabolische Begleiterkrankungen sind bei dieser Form der Fettverteilung nicht häufiger anzutreffen als bei normalgewichtigen Personen.

 

Wann und wer entscheidet über einen operativen Eingriff ?

In einem in München ansässigen Institut werden Adipositas-Patienten ganzheitlich beraten, behandelt und begleitet. Bei Personen mit einem BMI bis 35 erfolgt die Gewichtsreduktion meist auf konventionelle Weise mit individuell angepassten Diäten und Fitnessprogrammen. Als unterstützende Alternative wird der Magenballon verwendet. Patienten mit einem BMI über 35, die keine schwer therapierbaren Nebenerkrankungen haben, werden ebenfalls nach dem konservativen Schema behandelt. Bei dieser Gruppe ist jedoch nach den Richtlinien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft eine chirurgische Therapie anzustreben, wenn z.B. Nebenerkrankungen wie Herzprobleme, Diabetes, Gelenkverschleiß oder hormonelle Störungen vorliegen.

 

Die operative Indikation für eine Magenbandoperation, einen Magen-Bypass oder Magen-Schrittmacher wird von den Spezialisten des Instituts im Vorfeld auf Basis umfangreicher Diagnosen differenziert gestellt. Interdisziplinär werden mögliche Risiken und Behandlungsalternativen sorgfältig geprüft. Hierfür arbeiten Ärzte der unterschiedlichsten Fachrichtungen zusammen: Chirurgen, Anästhesisten, Kardiologen, Plastische Chirurgen, Internisten, Orthopäden, Gynäkologen, Ernährungsberater und Psychotherapeuten. Wenn die operative Behandlung als einzig wirksame Methode zur dauerhaften Gewichtsreduktion festgestellt wurde, sichert die Anwendung von roboterassistierter Hightech-Chirurgie die Minimierung von Belastung und Risiken. Ein Großteil der Patienten kann bereits am Tag des Eingriffs die Klinik verlassen.

Fotoquelle: MISITA / Robotic Surgery Clinic


 

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