Gesundheit aktuell
Wirksame Hilfe bei krankhafter Fettleibigkeit - Teil I
Wirksame Hilfe bei krankhafter Fettleibigkeit
Adipositas und damit zusammenhängende Nebenerkrankungen
Es ist eine bedauerliche Tatsache, dass die Zahl der Übergewichtigen weltweit im- mer weiter ansteigt. Deutsch- land bildet dabei leider keine Ausnahme: Jeder zweite Bun- desbürger bringt zu viele Kilos auf die Waage, jeder Fünfte leidet unter einer übermäßigen Vermehrung oder Bildung von Fettgewebe, also unter Fettleibigkeit (Adipositas). Der Grad des Übergewichts kann durch den Body Mass Index (BMI) bestimmt werden. Die Formel dazu lautet: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Ab einem BMI von 30 sprechen Mediziner von der chronischen Krankheit Adipositas.
Die Adipositas ist ein Risikofaktor für eine ganze Reihe weiterer Erkrankungen. Schon bei einer Gewichtszunahme von 10 bis 20 % steigen bei Frauen die Gesamterkrankungen um 20 % an, Herz- und Kreislauferkrankungen sogar um 160 %. Bei Männern mit einem BMI über 40 ist die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung bedeutend höher als bei Männern ohne erhöhten BMI. Und über die Hälfte aller adipösen Patienten haben das Risiko, an Diabetes Typ II zu erkranken. (Immerhin ist es durch konsequente Gewichtsreduzierung möglich, diese Krankheit völlig zum Verschwinden zu bringen.)
Auch für das Herz-Kreislaufsystem stellt Übergewicht eine starke Belastung dar. Störungen im Fettstoffwechsel führen zur Schädigung der Blutgefäße (Arteriosklerose) und begünstigen somit die Entstehung von Bluthochdruck, Schlaganfall oder Herzerkrankungen wie Angina pectoris oder Herzinsuffizienz. Die bei Übergewichtigen chronisch erhöhten Blutfettwerte können zudem eine Verfettung der Leber und die Bildung von Gallensteinen auslösen.
Große Fettpolster behindern außerdem den normalen Atemmechanismus. Kurzatmigkeit und chronischer Sauerstoffmangel sind die Folge. Während des Schlafens kommt es zu Atemaussetzern (Schlaf-Apnoe-Syndrom), die zusammen mit starkem Schnarchen zu ständigen Schlafunterbrechungen führen. Deshalb fühlen sich die Betroffenen tagsüber ständig müde und abgeschlagen. Ein weiterer kritischer Bereich sind die Gelenke. Für Hüft-, Knie- und Sprunggelenke bedeutet dauerhaftes Übergewicht eine ständige Überbelastung. Daraus resultieren dann frühzeitige schmerzhafte Abnutzungserscheinungen (Arthrosen).
Wie an diesen Beispielen dargestellt, ist die Problematik komplex. Ein in München ansässiges Institut hat deshalb unter einem Dach die Vision der interdisziplinären Behandlung von Fettleibigkeit und der damit zusammenhängenden Nebenerkrankungen vereint. Das Fundament für die Tätigkeit des Instituts sind Erkenntnisse und Ergebnisse der weltgrößten Studie "Swedish Obese Subjects" (SOS) und national sowie international geltende Kriterien. Bei der Behandlung arbeiten Ärzte der unterschiedlichsten Fachgruppen zusammen. Zur Spezialistenriege gehören Chirurgen, Anästhesisten, Kardiologen, Plastische Chirurgen, Internisten, Orthopäden, Gynäkologen, Ernährungsberater und Psychotherapeuten, um eine optimale Versorgung und Genesung zu garantieren. Das Therapiespektrum umfasst sowohl die chirurgische Behandlung (roboterassistiert und minimalinvasiv durchgeführt werden Magenband-, Magenschrittmacher- und Magenbypass-Operationen) wie auch nicht-operative Methoden (Ernährungs-, Fitness- und psychische Beratung, Magenballon).
Fotoquelle: MISITA / Robotic Surgery Clinic
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