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Kartfahren & Sicherheit "GO"-Kart - Boom der kleinen Formel 1

solche, die es werden wollen. Der Freizeit-Motor-Sport boomt ? Kartfahren ist in. Arenen ? in oder außer Haus ? sprießen wie Pilze aus dem Boden: Eldorados für Hobbykart?ler, die zielgenau in deren Richtung steuern. Denn die Nachfrage ist groß, die Formel 1 im Kleinen avisiert zur Rennsportart des neuen Jahrtausends. Und das, obwohl die Ent- stehunggeschichte des (professionellen) Kartsports knapp ein halbes Jahrhundert zurückliegt. Abgesehen von vorfahrenden "Seifenkisten", die den Mini-Fans von jeher viel Spaß brachten. Vermutlich begann die eigentliche Historie des Kartsports Anfang der 50er Jahre in den USA. Vermutlich deshalb, weil die Geister heute noch streiten, welches der damals abenteuerlichen Gefährten denn als "Kart" bezeichnet werden konnte.
Über den großen Teich schwappte die Kartwelle dann nach Deutschland, wo im Jahre 1960 das erste offizielle Go-Kart-Rennen in Wiesbaden ausgetragen wurde. Der erste "Go-Kart-Club Deutschland e.V." (GKCD im AvD wurde gegründet, der, wegen diskriminierender Empfindungen ("Go-Kart"=Kettenkart") später unter "KCD" firmiert. So fiel der Startschuss zur Kart-Aera in Deutschland. Ein Ereignis, das seine Schatten vorauswarf, denn die zunehmende Begeisterung brachte auch die Hersteller auf die richtige Bahn: Ihle (Autoscooter), Hercules, Maico (Motorräder) und später sogar Messerschmidt (Kabinenroller) nahmen den Wettkampf auf und "bastelten" Karts für Kenner. Noch in den Kindesschuhen steckend, war Improvisationstalent und Erfindergeist gefragt. Gas gab man anfangs mit Motoren von Baumaschinen oder mit Stihl-Motoren, die ursprünglich zum Baumsägen gedacht waren. Doch bald erschienen aus den USA die knallgelben McCulloch-Motoren, die mit ihren überlegenen Leistungen alles Herkömmliche übertrafen. Mit ihren schrillen, weitgehend ungedämpften Motorleistungen (13.000 Umdrehungen pro Minute) besetzten sie schnell die Überholspur und ließen die deutsche Motorengeneration weit hinter sich.
Allein dem Zweivergaser-Stihl und dem neuen MM-Kartmotor des berühmten Bootsmotoren-Herstellers König wurden noch Chancen gegenüber den amerikanischen Rennern eingeräumt. Erst später verfügte man über die ersten konkurrenzfähigen IAME-Aggregate, deren Namen in die deutsche Kartgeschichte eingingen: Komet und Parilla. Anfängliche Handicaps zeigten sich auch bei der Bereifung. Die ersten Pneus stammten von Sackkarren ? entsprechend schnell fuhr man auf der Leinwand! Erst als Continental, Trelleborg und Goodyear eine professionelle Bereifung stellten, wurde beschleunigt. So blickt die deutsche Kartlandschaft auf eine pionier- und ereignisreiche Zeit zurück, in der viele Meilensteine in Sachen Technik und Entwicklung gelegt wurden.
Kaum eine andere Rennsportart gewann in den letzten Jahren so viele Fans. Aktiv wie passiv. Kart for every-body, In- und Outdoor, Kart für Laien, Profis und

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