Gesundheit aktuell

Freie Radikale und Sport

Dr. Müller-Wohlfahrt, Teamarzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, macht sogenannte "Freie Radikale" für die häufigsten Todesursachen unserer Gesellschaft - Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs - mitverantwortlich. Diese aggressiven Moleküle beschädigen Zellen und Organe und beschleunigen die Alterung. Um so wichtiger ist es, auf dieses Risiko aufmerksam zu machen und zu erklären, wie man sich davor schützen kann. Gerade Sportler produzieren besonders viele Freie Radikale und sind eine Risikogruppe, die sich durch eine ausreichende Versorgung mit "Radikalenfängern" gegen den Angriff der zellschädigenden Substanzen wappnen sollte.

Auf den ersten Blick ist es verwunderlich, dass ausgerechnet Sportler einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt sein sollen. Sport hält doch eigentlich jung und gesund. Erst die genauere Betrachtung des menschlichen Stoffwechsels erklärt, warum beim Sport besonders hohe Mengen der gefährlichen Freien Radikale entstehen. In den Körperzellen werden die Grundbausteine unserer Nahrung (z.B. Fett, Eiweiß, Zucker) mit Hilfe von eingeatmetem Sauerstoff in Energie umgewandelt, wobei Stoffwechsel-Abfallprodukte entstehen. 5% des eingeatmeten Sauerstoffs werden im Rahmen der Energiegewinnung nicht direkt zu Kohlendioxid und Wasserstoff "verstoffwechselt", sondern in Form aggressiver Moleküle, den Freien Radikalen, freigesetzt. Normalerweise kann der Körper diese Sauerstoffradikale selbst unschädlich machen, vorausgesetzt das Immunsystem ist intakt und die Menge der Freien Radikale begrenzt. Gerade bei hohen Anstrengungen und einem überdurchschnittlichen Sauerstoffverbrauch ist das körpereigene Entgiftungssystem überfordert. Daher ist ein Sportler, der sehr viel Sauerstoff aufnimmt und dementsprechend mehr Sauerstoffradikale produziert, auch einer höheren Belastung ausgesetzt.

In diesem Fall gilt es, das Entgiftungssystem des Körpers durch eine ergänzende Zufuhr von Radikalenfängern, den sogenannten Antioxidantien zu stärken. Ein bedeutendes Antioxidans ist das vitaminähnliche Coenzym Q10. Laut Dr. Müller-Wohlfahrt ist es "schwer bei Coenzym Q10 nicht ins Schwärmen zu geraten". Diese körpereigene Substanz spielt eine zentrale Rolle bei der Umwandlung von Nahrung in Energie und befindet sich räumlich genau dort, wo Freie Radikale entstehen. Coenzym Q10 gilt als eine der wichtigsten Entdeckungen der Ernährungswissenschaft und wird besonders in den USA und in Japan aufgrund seiner vielfältigen positiven Wirkungen bereits seit vielen Jahren eingesetzt. Zahlreiche Sportler nehmen regelmäßig Q10, um sich zum einen vor Freien Radikalen zu schützen und gleichzeitig ihr Energieniveau zu erhöhen.

Prof. Vormann, Leiter des Instituts für Prävention und Ernährung in Ismaning, weist darauf hin, dass man bei jüngeren Menschen von einer ausreichenden Versorgung und Eigenproduktion von Coenzym Q10 ausgehen kann. Erhöhter Bedarf besteht bei hohen körperlichen Belastungen, Streß und einseitiger Ernährung sowie ab dem 40. Lebensjahr. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Produktion von Q10 ab und die Q10-Konzentration in den Organen sinkt kontinuierlich. Dann kann eine Supplementierung mit ca. 30 mg Q10 pro Tag bestehende Defizite langfristig ausgleichen. Verstärken läßt sich die Wirkung von Q10, wenn es in Kombination mit Vitamin E und dem Spurenelement Selen eingenommen wird. Diese drei Vitalstoffe bieten zusammen einen optimalen Schutz vor Freien Radikalen und dienen der Vorbeugung von Krankheiten.

Weitere Informationen:

International Coenzyme Q10 Association
Prof. Gian Paolo Littarru
University of Ancona
Tel: +39-071-2204674
Email: littarru@popcsi.unian.it

Informationsbüro Deutschland
Nadine Helterhoff
Tel: 030-2 03 51 15


 

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