Gesundheit aktuell

Die Volkskrankheit Osteoporose

Um die Osteoporose, den Abbau von Knochenmasse, zu verstehen, muss man sich mit dem Stoffwechsel der Knochen beschäftigen. Das Knochenwachstum beginnt bereits im Mutterleib und setzt sich bis zum 20. Lebensjahr fort. Die Calciummenge in den Knochen wächst bis zu diesem Zeitpunkt auf etwa 1 bis 1,5 kg an. Ungefähr ab dem 35. Lebensjahr kommt es dann zu einem natürlichen Abbau von Knochenmasse. Der Knochen verliert durch zunehmende Entkalkung an Substanz und Festigkeit. Dieser Prozeß kann durch verschiedene Störungen des Calciumstoffwechsels, wie z.B. Östrogenmangel in und nach den Wechseljahren der Frau oder die langfristige Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten, noch beschleunigt werden. Folge ist, dass sie spröde werden und leichter brechen. Wirbelkörperfrakturen, die den im Volksmund als "Witwenbuckel" bezeichneten Rundrücken zur Folge haben, und Handgelenksbrüche zählen dabei zu den häufigsten Problemen. Schwerwiegend ist vor allem der Bruch des Oberschenkelhalses, nach dem die Hälfte der betroffenen Patienten nicht mehr gehen kann.

 

Glücklicherweise ist es heute möglich, durch moderne Arzneimittel den Knochenstoffwechsel positiv zu beeinflussen und sinnvoll vorzusorgen. Das Auftreten des Knochenschwunds kann dadurch weitgehend verhindert werden. Bei der Vorbeugung spielt vor allen Dingen die richtige Ernährung und die ausreichende Versorgung mit Calcium eine Rolle. Denn Calcium ist das wichtigste Mineral für die Erhaltung der Knochenmasse. Die Calciumzufuhr erfolgt über die Nahrung ins Blut, von dort aus wird das Calcium in den Knochen gespeichert. Wenn die aufgenommene Menge Calcium höher ist als die auf natürliche Weise ausgeschiedene, spricht man von einer positiven Calciumbilanz. Wird dem Körper hingegen nicht genügend Calcium zugeführt, entsteht eine negative Bilanz. Dann bedient sich der Körper beim Calciumspeicher und baut Calcium aus den Knochen ab. Als Richtwerte für eine positive Bilanz gilt beim Erwachsenen ein Bedarf von 1000 mg pro Tag, für Frauen nach Erreichen der Wechseljahre und für ältere Männer ein Bedarf von 1300 bis 1500 mg.

 

Zu den Calcium-Lieferanten in unserer Nahrung gehören in erster Linie Milch und Milchprodukte wie Käse, Quark und Joghurt, aber auch Gemüse, wie z.B. Grünkohl, Fenchel und Brokkoli. Wenn man allerdings bedenkt, dass beispielsweise ein Glas Milch oder eine ganze Flasche calciumreiches Mineralwasser nur etwa 200 mg des wichtigen Stoffes beinhalten, wird schnell deutlich, wie schwierig es ist, allein durch die Ernährung den Calcium-Haushalt im positiven Bereich zu halten. Da auch ein gesunder älterer Mensch die täglich empfohlene Calciummenge normalerweise durch den Verzehr calciumhaltiger Nahrungsmittel kaum abdecken kann, ist eine gezielte Nahrungsergänzung empfehlenswert. Für eine optimale Aufnahme von Calcium muss dem Körper außerdem genügend Vitamin D zur Verfügung gestellt werden. Schon ein geringer Mangel an Vitamin D hat Auswirkungen auf die Einlagerung von Calcium im Knochen. Gerade bei älteren Menschen ist jedoch der Mangel an Vitamin D eine typische Erscheinung. Hier sind die in jeder Apotheke erhältlichen Kautabletten, die sowohl Calcium als auch Vitamin D enthalten, eine sinnvolle und hilfreiche Lösung. Sie dienen ebenso als Basistherapie bei einer bereits bestehenden Osteoporose wie auch zur frühzeitigen und wirkungsvollen Vorbeugung gegen das Entstehen der Krankheit


 

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