Gesundheit aktuell

Die Blutegeltherapie

Der Blutegel ist ein medizinisches Multitalent. Bei vielen Krankheitsbildern wie Rheuma, Schmerzen des Bewegungsapparates, Nebenhöhlenentzündungen, Thrombosen, Gürtelrose, Tinnitus, Venenproblemen, Arthrose, wird er heute wieder gerne "zu Rate gezogen".

Dabei hat die Behandlung eine lange Tradition: Ob alte Bilder aus Indien, Rom oder Griechenland - überall begegnet man dem Blutegel. Das Wort "Egel" vom griechischen abstammend echis = kleine Schlange läst die Vermutung zu, dass die Schlange des Aeskulapstabes einen Egel darstellt. Leider genießt der Blutegel bei den meisten keinen guten Ruf. Lässt man sich jedoch auf das Abenteuer ein, diese Tiere etwas besser kennen zu lernen, legen viele den Ekel vor dem Egel ab. Seine spannendste Eigenschaft ist sein therapeutischer Nutzen bei sehr wenigen Nebenwirkungen.


Wie kommt es zu dieser therapeutischen Bandbreite?
Der Blutegel spritzt bei seinem Saugvorgang eine Mixtur aus vielen Wirkstoffen in sein "Opfer". Diese Wirkstoffe sind dabei höchst vorteilhaft für den Patienten. Sie wirken durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, regen den Lymphfluss an und stillen Schmerzen. Dabei ist diese Mixtur so fein aufeinander abgestimmt, dass die Industrie es bis heute nicht geschafft hat, diese künstlich herzustellen. Wahrscheinlich würde eine Spritze auch mehr Schmerzen verursachen als der Biss eines Blutegels.

Werden Schmerzmittel als Tablette verabreicht, so werden sie über den ganzen aufgenommen und verursachen eine Menge Probleme. Ein Blutegel wirkt am Ort des Schmerzes und deshalb mit weniger Nebenwirkungen.

Bei chronischen Rückenschmerzen, die mit Muskelverhärtung einhergehen, haben die Patienten oft das Problem, dass die Schmerzen wieder nachlassen, wenn die Muskulatur besser durchblutet wird. Dazu wird Bewegung empfohlen.

Aber wie soll man sich bewegen, wenn der Rücken schmerzt? Der Blutegel durchblutet diese Region, beruhigt die Schmerzen und sorgt durch den besseren Lymphfluss für einen besseren Abtransport der abgelagerten Stoffe. Sport und Co. können anschließend schneller und besser ihre Wirkung entfalten.

"Bei der Gürtelrose scheinen die Blutegel den sehr quälenden Schmerz, der oft nach Abheilung zurückbleibt, zu verhindern oder zu reduzieren. Allerdings muss man gleich zu Beginn der Krankheit aktiv werden" sagt Dr. Storck vom Rheumazentrum Mittelhessen.

Auch Petra Flecken hat in ihrer 20jährigen Praxis mit Blutegeln die Erfahrung gemacht, dass sich z.B. bei Problemen der Venen ein präventiver Einsatz von Blutegeln sehr bewährt.

Aber auch hier treiben erst die Schmerzen den Patienten in die Praxis und lassen ihn den Ekel vor der Therapie nicht so wichtig erscheinen.

Da es auch Krankheiten gibt, bei denen Blutegel nicht gesetzt werden dürfen, gehört die Therapie in ausgebildete Hände. Nur Ärzte und Heilpraktiker mit einer Zusatzausbildung dürfen Blutegel setzen. Richtig eingesetzt reduzieren sie den Bedarf an Medikamenten, helfen die Folgen von chronischen Krankheiten abzufedern und steigern so die Lebensqualität.

Antworten zu weiteren Fragen können sie auf der Internetseite www.blutegel.de finden.


Sendetermin:

11. Dezember 2006 - 21:00 Uhr / 16. Dezember 2006 - 15:00 Uhr

 

Experten im Studio:

 

 

Sender: 


Zu empfangen:
- im Kabel: Kanal 24
- per Satellit: ASTRA digital, 12.633 MHz horizontal
- über DVB-T: Kanal 64, 818MHz


 

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