Das Restless-Legs-Syndrom (kurz RLS) ist eine neurologische (=nervenärztliche) Erkrankung mit nächtlichen, unwillkürlichen Beinzuckungen. Die begleitenden Mißempfindungen (=Parästhesien) in den Beinen, z. B. Kribbeln, Ziehen, Reißen, Stechen und Schmerzen, bessern sich durch Aufstehen und Umhergehen. Die Patienten sind überwiegend älter als 65 Jahre und leiden unter Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung.
Der behandelnde Arzt wird zunächst gezielt nach den Beschwerden fragen. Eine exakte Abklärung geschieht durch eine Polysomnographie in einem Schlaflabor, vorzugsweise in einer neurologischen Fachklinik. Dabei werden verschiedene Körperfunktionen im Schlaf gemessen: Atmung, Herzfrequenz (durch EKG), Gehirnaktivität (durch EEG) und Muskeltätigkeit (durch EMG). Die Behandlung erfolgt mit Medikamenten (z.B. L-DOPA, Dopamin-Agonisten). Beginn und Umfang der medikamentösen Therapie werden vom Neurologen individuell geplant. |