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Bauchspeicheldrüsenkrebs

Der Bauchspeicheldrüsenkrebs (=Pankreaskarzinom) ist eine bösartige (=maligne) Erkrankung im Oberbauch (zwischen den vorderen, unteren Rippen und dem Bauchnabel). Die Krebszellen (=Tumor- =Karzinomzellen) lösen sich frühzeitig aus der Bauchspeicheldrüse (=Pankreas) ab und wachsen (=metastasieren) in die umliegenden Organe (z.B. Leber, Gallengang, Magen- und Zwölffingerdarm, Blutgefäße, Nerven).


Die Patienten leiden an Oberbauch- und/oder Rückenschmerzen, ppetitlosigkeit, Gewichtsabnahme und/oder Gelbsucht (=Ikterus). Der behandelnde Arzt wird zunächst den Bauch abtasten (=palpieren) und mit dem Stethoskop abhören (=auskultieren). Danach führt er eine Blutabnahme und eine Ultraschalluntersuchung des Bauches (=abdominelle Sonographie) durch. Er veranlaßt in der Regel eine Computertomographie bei einem niedergelassenen Röntgenarzt (=Radiologen). Im Krankenhaus kann zur weiteren Klärung eine Röntgenaufnahme des Pankreasganges (=ERP) im Rahmen einer Magen-Darm-Spiegelung (=Gastroduodenokospie) durchgeführt werden. Sie wird in spezialisierten Abteilungen durch eine Ultraschalluntersuchung (=EUS) im Magen oder Zwölffingerdarm ergänzt. Dabei kann durch eine Gewebeentnahme definitiv geklärt werden, ob ein bösartiger Tumor (=Karzinom =Malignom) vorliegt.


Die gesamten Voruntersuchungen sollen somit 2 Fragen beantworten:


1. Liegt ein Pankreaskarzinom oder eine entzündliche Pankreaserkrankung (z.B. Pankreatitis) vor? 


2. Wie weit ist die Ausbreitung in die Lymphknoten, Leber etc. fortgeschritten? Die Ergebnisse dieser sog. Staginguntersuchungen führen zu einer Stadieneinteilung des Tumors; sie wird mit der Formel TNM beschrieben.


Die Behandlung des Pankreaskarzinoms ist schwierig. In den meisten Fällen hat sich das Karzinom soweit in die Nebenorgane ausgebreitet, das nicht mehr operiert werden kann, weil zu viele Krebsanteile im Bauch verbleiben würden. Eine erfolgreiche Operation mit der Aussicht auf Heilung ist demzufolge nur bei kleinen Karzinomen möglich. Leider werden die Pankreaskarzinome oft erst dann entdeckt, wenn Sie Beschwerden (=Symtome) bereiten. In diesen Fällen liegt in aller Regel bereits ein fortgeschrittenes Tumorstadium vor, welches nicht mehr heilbar ist. Chemotherapie und Bestrahlung (=Radiotherapie) sind bislang weitestgehend erfolglos geblieben. In vielen Fällen werden lediglich die Symptome (z.B. Schmerzen, Gelbsucht) durch eine beschwerdelindernde (=symptomatische =palliative) Therapie behandelt.

 
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