Kommentare zum Thema Homöopathie

Schlafstörungen

"Schlafstörungen bei Kindern haben meist psychische Gründe wie schulische Probleme, Mobbing oder Spannungen und Zerwürfnisse im Elternhaus."

 

 

Können Schlafstörungen homöopathisch selbst behandelt werden?

Die im Text genannten Arzneien können für eine Selbstbehandlung dienlich sein, wenn die entsprechend beschriebenen Akut- oder Auslösesituationen gegeben sind. Empfehlenswert ist hierfür die Einmalgabe einer C 30 Potenz.

 

 

Wann sollte ärztlicher Rat eingeholt werden?

In vielen Fällen wird sich keine klare Ursache der Schlafstörung sicher ausfindig machen lassen. In diesem Fall oder wenn das Problem über mehrere Nächte anhält oder gar chronisch wird, sollte ärztlich-homöopathische Hilfe in Anspruch genommen werden und zwar aus zwei Gründen: Schlafmangel kann unter Umständen zu erheblichen Leistungsminderungen und funktionellen Störungen führen, und es gilt, neben auslösenden psychischen Spannungen und Konflikten auch körperliche Erkrankungen zu diagnostizieren oder auszuschließen.

 

 

Was können Gründe für Schlafstörungen sein?

Akut können körperliche, emotionale oder geistige Überforderungen zu einer kurzfristigen Schlafstörung führen. Auch Störungen des Biorhythmus durch Wechselschichtarbeit oder nach einem Intercontinentalflug führen zu erheblichen Irritationen des vegetativen Gleichgewichtes. Nicht zuletzt ist aber auch immer an auslösende Grunderkrankungen wie etwa Blutarmut, eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder Herzrhythmusstörungen zu denken; bei älteren Menschen kann dem schlechten Schlaf auch eine Durchblutungsstörung des Gehirnes zugrunde liegen. Eine Depression wird sich nicht selten auch in gestörtem Nachtschlaf bemerkbar machen.

 

 

Gibt es grundlegende Unterschiede in der Behandlung von Schlafstörungen bei Kindern und Erwachsenen?

Aus homöopathischer Sicht gilt in der Behandlung von Kindern ebenso die Ähnlichkeitsregel wie bei Erwachsenen. Allerdings werden bei Kindern seltener die beispielhaft erwähnten Grunderkrankungen ursächlich sein, dafür kommen häufiger psychische Gründe wie schulische Probleme, Mobbing oder Spannungen und Zerwürfnisse im Elternhaus in Frage. Diese zu erkennen ist die besondere Aufgabe des Familien- oder Kinderarztes. Neben homöopathischer Hilfe werden hier auch begleitende Gespräche und psychotherapeutische Maßnahmen nötig sein.

Interview mit Dr. Ulf Riker, Internist ? Homöopathie, München-Pasing


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