Heilpflanze

Arnika (Arnica montana)

Die Arnika, auch Bergwohlverleih genannt, gehört zu der Familie der Korbblütengewächse und ist von Europa bis Südrussland heimisch. Obwohl sie theoretisch in allen Höhenlagen bis 2800 Meter vorkommt, also auch im Flachland, trifft man sie doch vorwiegend in Berggegenden. In Deutschland ist die Arnika so selten, dass sie geschützt ist und daher nicht gesammelt werden darf. Vielmehr verwendet man heute die nordamerikanische Wiesenarnika, eine Verwandte der heimischen Pflanze, die ähnliche Wirksamkeit besitzt. Sie kann im Garten kultiviert werden


Die Arnika ist eine krautige Staude, an deren 40 bis 60 cm hohem, behaartem Stängel eine große, leuchtend gold- bis orangegelbe aromatisch riechende Blüte sitzt. Wie bei allen Korbblütengewächsen, besteht dieser Blütenkopf aus vielen kleinen Einzelblütchen. Sie öffnen sich im Juni-August. Die Blüten der Arnika sehen meistens zerzaust und asymetrisch aus, was ein typisches Erkennungsmerkmal für die Arnika ist.


Die Arnika ist eine sehr stark wirkende Heilpflanze, die eine gewisse Reizwirkung ausübt. Medizinisch verwendet werden sowohl Blüenstände bzw. Blütenkörbchen als auch Blätter und Wurzelstock. Arnikablüten enthalten neben ätherischem Öl und Flavonoiden Sesquiterpenlactone vom Helenalintyp, die entzündungshemmend, abschwellend und antiseptisch wirken. Die Blüten werden getrocknet und als Tee angewendet, aus dem Wurzelstock wird die so genannte Arnika-Tinktur gewonnen.


Arnika findet vor allem Anwendung bei stumpfen Verletzungen, wie Prellungen, Gelenkentzündungen, Quetschungen, Zerrungen, Verstauchungen und Blutergüssen, oberflächlichen Venenentzündungen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Zahnfleischentzündungen, Heiserkeit, Husten, rheumatischen Beschwerden, Durchfall und zur Behandlung von Entzündungen nach Insektenstichen angewandt. Auch bei Wundliegen, Muskelkater oder bei Beschwerden, die durch einen Schreck (Unfall-Schock) hervorgerufen wurden, helfen. Ein weiteres wichtiges, innerliches Einsatzgebiet der Arnika sind Herzschwäche und Kreislaufbeschwerden. Die Arnika stärkt das Herz und bringt den Kreislauf in Schwung. Ausserdem hilft sie gegen krampfartige Beschwerden der Verdauungsorgane.

 
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