Stillen und mehr

Ernährung während der Stillzeit

Damit die Mutter über Ihre Milch genügend Vitamine und Mineralstoffe an das Baby weitergeben kann, muss die Mutter selbst gut versorgt sein. Das bedeutet, sie muss sich wie schon während der Schwangerschaft gesund ernähren und dabei viel Gemüse, Obst, Vollkorn- und Milchprodukte und ausreichend Fleisch/Fisch verzehren. Da der Bedarf an machen Vitaminen und Mineralstoffen noch höher ist als in der Schwangerschaft, kann eine Nahrungsergänzung mit Eisen oder Jod - nach Absprache mit dem Arzt - sinnvoll sein.

 

Da die Mutter nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Kind ernähren muss, ist ein erhöhter Kalorienbedarf von etwa 700 Kalorien erforderlich. Eine mangelhafte Ernährung schlägt sich in der Qualität der Muttermilch nieder. Eiweiß-, vitamin- und mineralstoffhaltige Nahrungsmittel dürfen deshalb auf dem täglichen Speiseplan nicht fehlen. Stillende Mütter sollten darauf achten, dass sie regelmäßig Milch oder Milchprodukte, frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte zu sich nehmen. Über die Muttermilch bekommt das Kind alles mit, was die Mutter zu sich nimmt. Leider nimmt das Kind dadurch auch Substanzen auf, die es nicht verträgt. Hierzu zählen Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, Knoblauch und Zwiebeln. All diese Zutaten führen beim Kind häufig zu Blähungen. Stark säurehaltige Früchte, wie Zitrusfrüchte sowie säurehaltige Säfte, Orangensaft beispielsweise können einen wunden Po oder einen Hautausschlag beim Kind verursachen.

 

Auch wenn Sie jetzt froh sind, die Schwangerschaft hinter sich zu haben und Ihrer früheren Figur nachtrauern - warten Sie mit dem Abnehmen bis nach der Stillzeit. Zum einen brauchen Sie die Energien für die Produktion nährstoffreicher Muttermilch, zum anderen können sich beim Abbau der Fettpölsterchen jahrelang eingelagerte Schadstoff-Rückstände lösen und in die Muttermilch gelangen.

 

Trinken Sie mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit pro Tag. Zu wenig Flüssigkeit hemmt die Milchbildung. Bedenken Sie, dass Muttermilch zu ungefähr 90% aus Wasser besteht. Dieses Wasser muss die Mutter durch geeignete Getränke aufnehmen. Besonders empfehlenswert sind ungesüßte Tees, Wasser allerdings ohne oder nur mit wenig Kohlensäure aber auch gelegentlich Saftschorlen. Getränke, wie Cola und Limonade ebenso wie Kaffee sollten nicht in größeren Mengen genossen werden. Die anregende Wirkung kann auch auf Babys übergehen. Verzichten Sie generell auf alkoholhaltige Getränke während der Stillzeit. Auch der Alkohol geht in die Muttermilch über, der Herzschlag des Babys wird schneller und es kann den Alkohol nur schlecht abbauen.

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