Gesundheit
Zink - Baustein einer gesunden Ernährung

Zink - Baustein für ein gesundes Leben

Das essentielle Spurenelement Zink beeinflusst das Immunsystem wesentlich. Es fungiert im Körper als Ko-Faktor zahlreicher Enzymsysteme, die unter anderem für die Bildung von Immunzellen benötigt werden. Bei Zinkmangel kann das Immunsystem nicht effektiv arbeiten - und die Folge davon sind Erkältungen und andere Infektionen. Besonders Diabetiker sind davon betroffen.

Einer Störung des Immunsystems liegt häufig ein Zinkmangel zugrunde. Dem Spurenelement wird eine entscheidende Rolle bei der Immunantwort zugeschrieben, da es die Abwehrzellen aktiviert und das Immunsystem durch eine ausreichende Zinkversorgung gegenüber den verschiedensten äußeren Einflüssen geschützt werden kann. Die Gabe von Zink kann deshalb effektiv dazu beitragen, häufig wiederkehrende Infektionen zu reduzieren und den Immunstatus insbesondere bei älteren Menschen zu verbessern.

 

 

Zink - einem Element auf der Spur

Zink gehört zu den lebenswichtigen Spurenelementen. Es wird vom Körper nicht synthetisiert, weshalb es mit der Nahrung zugeführt werden muss. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Jugendliche und Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 7-10 Milligramm Zink.

Zink-Tagesbedarf nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V.

Doch auch bei ausgewogener Ernährung wird diese empfohlene Zufuhrmenge häufig nicht erreicht. Ursache hierfür sind die zunehmende industrielle Bearbeitung von Nahrungsmitteln, einseitige Ernährungsformen, Rauchen, Alkoholkonsum sowie vermehrtes Schwitzen bei Sportlern. Darüber hinaus weisen Menschen, die unter Stress leiden vielfach ein Zinkdefizit auf ebenso wie schwangere und stillende Frauen, da Ungeborene und Säuglinge Zink für das Wachstum und die geistige Entwicklung benötigen.

Zinkmangel - Symptome

Zinkmangel äußert sich auf vielfältige Weise und ist ein wichtiger Faktor in der Entstehung von Wachstumsstörungen. Darüber hinaus kann ein Defizit Wundheilungsstörungen, Haut- erkrankungen, Haarausfall, Depressionen, Konzentrations- und Schlafstörungen und ein geschwächtes Immunsystem zur Folge haben.

Zinkmangel - bei Diabetes besonders häufig

Bei Diabetikern zeigt sich besonders häufig eine Zink-Unterversorgung. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen ist bekannt, dass Diabetiker zum Teil eine um die Hälfte niedrigere Zinkkonzentration im Blut aufweisen als gesunde Personen.

Die besten Zinklieferanten nach Nährwerttabelle

 

Grund für den Zinkmangel bei Diabetikern ist eine zwei- bis dreifach erhöhte Ausscheidung von Zink über den Urin. Zink ist Bestandteil der Speicherform von Insulin. Bei einem Zinkmangel ist die Zinkkonzentration in der Bauchspeicheldrüse reduziert, was zu einer verminderten Speicherung von Insulin führt. Zinkmangel reduziert die Insulinsensibilität des Gewebes. Ist zu wenig Insulin im Körper vorhanden, steigt der Blutzuckerspiegel an. Die Zufuhr von Zink erhöht jetzt die Insulin-Produktion, wodurch die Verwertung von Zucker verbessert wird. Zink senkt somit indirekt den Blutzuckerspiegel, stabilisiert zugleich die Zellmembranen und stimuliert den Glukosetransport im Organismus.

Erhöhte Zinkverluste können im Allgemeinen nicht allein durch Nahrungsmittel ausgeglichen werden. Mit einer ergänzenden Einnahme von Zinkpräparaten könnten auch Diabetiker Mangelerscheinungen gezielt begegnen.

 

 

 

Zinkmangel - Test

Besteht bei Ihnen möglicherweise ein Zinkmangel? Um dies herauszufinden, beantworten Sie bitte folgende Fragen:

  • Sind Sie anfällig für Infekte?
  • Sind Sie schwanger oder stillen Sie?
  • Sind Sie Diabetiker?
  • Leiden Sie manchmal an Störungen des Geschmacks- oder Geruchssinns?
  • Verheilen Wunden bei Ihnen schlecht bzw. langsam?
  • Leiden Sie unter Verdauungsstörungen?
  • Ernähren Sie sich einseitig, z.B. durch Fertiggerichte oder Fast Food?
  • Sind Sie Vegetarier?
  • Haben Sie bereits mehrere Diäten oder Fastenzeiten hinter sich?
  • Leiden Sie an Haarausfall?
  • Rauchen Sie?
  • Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein?
  • Treiben Sie viel Sport?
  • Leiden Sie in verstärktem Maße an Nachtblindheit?
  • Sind Sie beruflich oder privat psychischen Belastungen ausgesetzt?

Je mehr Fragen Sie mit "Ja" beantwortet haben (mehr als 3), desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr  Zinkbedarf erhöht  bzw. Ihre Zinkversorgung nicht ausreichend gedeckt ist.

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