Gesundheit
Wenn die Haut alt aussieht

Wenn die Haut alt aussieht

Unser Leben unterliegt einem ständigen Veränderungsprozess. Die Entwicklung vom Baby zum Erwachsenen dauert knapp 20 Jahre. Bevor sich erste sichtbare Zeichen der Hautalterung zeigen, vergehen dann noch etwa 5 Jahre.

Spätestens mit Ende Zwanzig sind bei beiden Geschlechtern Zeichen von Hautalterung durch Faltenbildung und eventuell schlaffer werdendes Bindegewebe erkennbar. Faltencremes bieten eine Möglichkeit sich zu behelfen, doch weit wichtiger ist es, die Alterungsvorgänge zu verstehen und die Beschleunigung durch falsche Lebensgewohnheiten zu verhindern.

Altern hat vielfältige Ursachen. In der Hauptsache ist es genetisch bestimmt. Unsere innere biologische Uhr, die für alle Lebensvorgänge in unserem Körper verantwortlich ist, bestimmt auch das von innen herrührende Altern, welches durch die Veränderung der hormonellen Landschaft (Hormontheorie) und durch die Abnutzung der Zellerneuerungsprozesse (Abnutzungstheorie) bedingt ist.

Stress kann jemanden schnell alt aussehen lassen. Wer kennt nicht Menschen, die durch Schicksalsschläge innerhalb kurzer Zeit scheinbar um Jahre gealtert sind? Aus hautärztlicher Sicht sind Stress-Symptome an der Haut erkennbar. Kein anderes Organ des Menschen lässt sich so unmittelbar untersuchen und analysieren. Eindeutige Zeichen sind vorzeitig auftretende Faltenbildung, Sonnenflecken, rote Äderchen im Gesicht, fahles, evtl. auch gräulich-gelbliches Hautcolorit sowie Erschlaffung des Unterhautbinde– und Fettgewebes.

Ohne Sauerstoff könnten wir nicht leben. Reaktiver Sauerstoff kann aber auch biologische Systeme angreifen und zerstören. Unser Organismus hat ein antioxidatives Schutzsystem entwickelt, um die schädliche Wirkung der aggressiven Sauerstoffverbindungen zu verhindern.

Kommt es zu einem Übermaß an reaktiven Sauerstoffverbindungen, schädigt der oxidative Stress nicht nur die Haut sondern nahezu sämtliche Körpergewebe. Insbesondere werden Gefäßerkrankungen und Krebs begünstigt. Wer seinen inneren Jungbrunnen ankurbeln will, sollte sich vitalstoffreich ernähren, bevorzugt pflanzliche Kost wählen, die reich an Karotinoiden, Phytohormonen, ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien ist. Dies führt zu einer Erhöhung der antioxidativen Kapazität und schützt somit die Haut vor aggressivem Sauerstoff.

Rauchen, Passivrauchen, Alkohol und UV-Licht erhöhen den oxidativen Stress und führen zu einer dramatischen Schädigung und Voralterung der Haut, die nicht nur ästhetisch belastend ist, sondern auch zahlreiche Hauterkankungen wie Hautkrebs, Schuppenflechte und Ekzeme begünstigen kann.

Altersbedingte Veränderungen der Haut

  • Verdünnung von Oberhaut durch Abflachung der Hautzellen infolge geringerer Speicherfähigkeit von Wasser – Entstehung sehr feiner Fältchen – Therapie: Creme

  • Trockenwerden und stumpfes Aussehen der Oberhaut durch Verminderung der Talgdrüsenproduktion – Therapie: Creme

  • Verdünnung der Lederhaut, Faltenbildung – Therapie: Faltenfiller

  • Faltenbildung durch starke muskuläre mimische Einflüsse- Therapie: Botulinumtoxin

  • Blutergussbildung durch verzögerten Schluss von Blutgefäßen

  • Pigmentzellen bilden weniger Melanin – Abnahme der Bräunungsfähigkeit

  • Immunzellen der Haut nehmen ab – Hautkrebsgefahr steigt

  • Erschlaffung des Unterhautbindegewebes Therapie: gegebenenfalls operative Maßnahmen

Die beste Vorbeugung vor oxidativem Stress und der hierdurch bedingten Hautalterung ist das Meiden von Zellgiften und eine ausreichende, vitalstoffreiche Ernährung.

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