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Ursachen der Neurodermitis

Ursachen der Neurodermitis

Ursache der Neurodermitis

Körpers gegen zunächst harmlose Stoffe wie beispielsweise Nahrungsmittel, Blütenpollen oder Hausstaub. Diese Stoffe werden Allergene genannt. Bei der Neurodermitis richten sich spezielle Untergruppen der weißen Blutkörperchen (Lymphozyten), die eigentlich für die Bekämpfung schädlicher körperfremder Substanzen verantwortlich sind, gegen diese Allergene. Das führt zu einer Bildung großer Mengen von speziellen Abwehrstoffen (Antikörper) gegen diese an sich ungefährlichen Allergene.

Ein wichtiger Abwehrstoff ist das Immunglobulin E (IgE). Im Zusammenspiel mit den verschiedenen Botenstoffen (Zytokinen) des Immunsystems kommt es zu einer entzündlichen Abwehrreaktion der Haut. Diese Entzündungsreaktion wird durch verschiedene Lymphozyten, vor allem die T-Lymphozyten, in Gang gehalten. Zusätzlich schütten die Mastzellen der Haut den entzündungsfördernden Botenstoff Histamin aus. Dadurch wird die Abwehrreaktion noch verstärkt und der typische Juckreiz hervorgerufen.

     

  • verschiedene Allergene
  • mechanische Reizung der Haut (z. B. durch Kontakt mit Wolle)
  • bestimmte Nahrungsmittel
  • Infektionen
  • klimatische Bedingungen
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In vielen Fällen kann zudem psychischer Stress – unter dem schon Kleinkinder leiden können – die atopische Dermatitis verstärken. Im individuellen Erkrankungsfall wirken mehrere Umweltfaktoren zusammen.

Eine Reihe von Beobachtungen und Forschungsergebnissen sprechen für eine sogenannte multifaktorielle Pathogenese. Dies bedeutet, dass der Entstehung und Ausprägung der Erkrankung das Zusammenwirken von genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen wie Klima, Luftverschmutzung und Infekte, zugrunde liegt. Kinder von Eltern, die an Neurodermitis erkrankt sind, haben ein dreifach erhöhtes Risiko, ebenfalls zu erkranken. Es wird davon ausgegangen, dass die Betroffenen aufgrund genetischer Veranlagung stärker auf bestimmte Einflüsse reagieren als andere. Dabei ist von einer sogenannten dominanten Vererbung der Genvarianten auszugehen, die das Erkrankungsrisiko erhöhen.

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