Gesundheit
Sonnenstrahlen vertreiben Frust ...

Sonnenstrahlen vertreiben Frust ...

Kaum freuen wir uns über die wärmenden Sonnenstrahlen, ereilen uns wieder Hiobsbotschaften über das Hautkrebsrisiko durch UV-Strahlung. So warnt die Deutsche Krebshilfe: "50 Sonnenbäder pro Jahr sind genug." Jede weitere Sonnenexposition erhöhe das Hautkrebsrisiko, selbst wenn Sonnenschutzmittel verwendet würden.

Gerade bei Kindern müsse auf ausreichenden Sonnenschutz mit Cremes und Kleidung geachtet werden. Diese Empfehlungen basieren auf einer kürzlich vorgestellten Hamburger Studie.

4.000 Grundschüler waren darin auf gutartige Pigmentmale untersucht worden. Diejenigen, die bereits im Vorschulalter häufig in südlichen Ländern im Urlaub waren oder schon mehrfach Sonnenbrände hatten, wiesen deutlich mehr Pigmentmale auf als ihre Altersgenossen, die der südlichen Sonne nicht oder weniger ausgesetzt waren. Wer mehr als 40 solcher gutartigen Pigmentveränderungen hat, so die Hautexperten, habe ein 50fach erhöhtes Hautkrebsrisiko. Bei jedem fünften Deutschen sei dies bereits der Fall, warnen di Dermatologen. Mit der Kampagne "Sonnenschutz ist kein Kinderkram" sollen Eltern und Kinder für den richtigen Umgang mit der Sonne sensibilisiert werden.

Haben wir es nicht alle schon verinnerlicht, dass Sonnenstrahlen unserer Haut gefährlich werden können ? Wissen wir eigentlich noch, dass die Sonne auch eine Gesundheitsquelle ist? So ist UV-Licht für die Bildung des lebenswichtigen Vitamins D in unserem Körper elementar wichtig. Es sorgt für gesunde Knochen, denn Vitamin D braucht es für die Aufnahme von Kalzium und Phosphor aus der Nahrung. Nach dem Winter sind die Vitamin D- Speicher im Körper nahezu aufgebraucht, wie eine Untersuchung des Osteoporoseforschers Professor Helmut Minne aus Bad Pyrmont in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität Graz gezeigt hat. Werde jetzt noch die natürliche Vitamin-D-Bildung durch völliges Meiden der Sonne im Frühjahr und Sommer verhindert, so entstehe "gigantischer Mangel" dieses körpereigenen Hormons.

Dass Sonnenlicht auch vor Krebs über eine Regulierung des Zellwachstums und vor Autoimmunerkrankungen wie multipler Sklerose und Rheuma schützen soll, wahrscheinlich durch eine Dämpfung überaktiver Immunzellen -, legen neuere epidemiologische Studien nahe. Forscher der Universität Bonn sehen gar "deutliche Hinweise" darauf, dass eine Unterversorgung mit Vitamin D bei der Entstehung einer Herzinsuffizienz eine Rolle spielen könnte.

Abseits wissenschaftlicher Erkenntnisse über die positiven Sonnenseiten, spüren wir es auch am eigenen Leib: Die Sonne vertreibt den Winterfrust. Es gibt also viele Gründe, Sonne zu tanken, wenn dies in Maßen und mit entsprechendem Schutz geschieht.

 

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