Gesundheit
Heilfasten

Selbstheilung durch Heilfasten

Das Fasten hat seit Jahrtausenden Tradition und wurde bereits in der Antike zur Stärkung der seelisch-geistigen Kräfte, als innere Prüfung und als Erholung für Körper und Seele angewandt. Das so genannte Heilfasten kommt überall da zum Einsatz, wo die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert und die Leistungen des Immunsystems verbessert werden sollen.

Es ist der bewusste Verzicht auf feste Nahrung für einen begrenzten Zeitraum und ist eine natürliche Hilfe bei Magen- und Darmproblemen, gegen krankhaftes Übergewicht und bei Stoffwechselstörungen.

Heilfasten ist jedoch keine Diät oder Schlankheitskur. Im Vordergrund steht die innere Reinigung und Entgiftung des Körpers. In Darm, Organen, Blutgefäße, Gelenke und Bindegewebe werden Gifte und Schadstoffe (=Schlacken) gespeichert, die die Abwehr schwächen und schließlich zu Erkrankungen wie Diabetes oder Gicht führen können. Während der Heilfasten-Kur befreit sich der Körper von allem, was ihm schadet und Giftstoffe und Schlacken werden über den Darm, die Nieren, die Haut und die Atmungsorgane ausgeschieden. Wichtig ist deshalb, den Darm gründlich zu entleeren und genügend zu trinken, um Giftstoffe auszuschwemmen. Viele chronische Gesundheitsprobleme lassen sich durch regelmäßiges Heilfasten bessern oder sogar völlig heilen. Das Heilfasten mobilisiert die körpereigenen Abwehrkräfte und führt zu einem kräftigen Energie-Schwung. Jeder, der vorbeugend etwas für seine Gesundheit tun möchte, sollte regelmäßige Heilfasten-Kuren durchführen.

Darüber hinaus ist Heilfasten die ideale Gelegenheit zu einer generellen Ernährungsumstellung. Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung ist die beste Garantie dafür, den "frisch" entschlackten und entgifteten Körper nicht erneut mit Schadstoffen zu belasten. Jeder gesunde Erwachsene kann fasten. Für Kinder, Schwangere, stillende Frauen aber auch für Krebspatienten und Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion ist eine Fastenkur ungeeignet. Je nach gewählter Fastenkur von ein bis vier Wochen Dauer dürfen nur Wasser, Tee, Saft, Gemüsebrühe, Kräutertees oder Molke getrunken werden.

Das klassische Heilfasten wurde von Dr. Otto Buchinger entwickelt. Neben Mineralwasser und Kräutertees, eventuell mit etwas Honig gesüßt, werden Gemüsebrühe, Fruchtsaft und etwas Zitronensaft getrunken. Sehr viel Wert wird auf fastenbegleitende Maßnahmen wie Bewegungs- und Entspannungsprogramme und regelmäßige Körper- und Darmpflege gelegt.

Nach Buchinger kann Fasten bei folgenden Krankheiten die Heilung unterstützen:

  • Hauterkrankungen wie Akne, Pickel, Ekzeme

  • Schuppenflechte und Neurodermitis

  • chronische Darmträgheit

  • Krankheiten der Atmungsorgane

  • Nieren und Blasenkrankheiten

  • Herz- und Kreislauferkrankungen

Der österreichische Arzt Dr. F. X. Mayr erkannte dagegen, dass der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden in einer gesunden, leistungsfähigen Verdauung liegt und entwickelte aufgrund dieser Erkenntnis ein ganzheitliches Ernährungskonzept, das den Darm von Grund auf regeneriert und uns den Weg zu einer natürlichen und bewussten Lebensweise zeigt. Die drei Prinzipien der Mayr-Kur lauten: Säuberung – Schonung - Schulung. Semmeln und frische Milch sind die Helfer bei dieser Variante des Fastens.

Nach Mayr kann Fasten bei folgenden Krankheiten die Heilung unterstützen:

  • Blähungen, Durchfall, Völlegefühl, Sodbrennen

  • Hämorrhoiden

  • Fettleibigkeit

  • Entzündungen der Leber und Galle
  • Muskelrheumatismus, Rückenschmerzen
  • Gelenkentzündung
  • Gicht
  • Allergien
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