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Risikoschwangerschaften

Risikoschwangerschaften

Risikoschwangerschaften sind Schwangerschaften, bei denen auf Grund der Vorgeschichte oder erhobener Befunde mit einem erhöhten Risiko für Leben und Gesundheit von Mutter und Kind zu rechnen ist.

Man spricht von Risikoschwangerschaften wenn ein hohes (über 35 Jahren) bzw. sehr junges Alter (unter 17 Jahren) der Schwangeren vorliegt, wenn bereits Komplikationen bei bisherigen Schwangerschaften aufgetreten sind, wenn es zu Mehrlingsschwangerschaften kommt, wenn die schwangere Frau Diabetes oder eine andere Erbkrankheit hat, wenn die schwangere Frau raucht, oder trinkt, wenn vorzeitige Wehen einsetzen oder eine Anämie vorliegt.

Es gibt Situationen, bei denen die Schwangerschaft selbst gewisse Risiken mit sich bringen kann. Für Paare, die nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung ein Kind erwarten, sind die relevantesten allgemeinen Beispiele für diese Risiken eine Mehrlingsschwangerschaft und eine Schwangerschaft bei Frauen über 35 Jahren.

In vielen Fällen handelt es sich hierbei um eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit allgemeiner Komplikationen, die auch bei jeder anderen Schwangerschaft vorkommen können.

Obwohl viele Paare es als großes Glück empfinden, mit mehr als einem Kind schwanger zu sein, besteht für die Frau leider das erhöhte Risiko einer Fehlgeburt. Teilweise ist dies auf das erhöhte Risiko von Chromosomenanomalien zurückzuführen. Eine Schwangerschaft mit zwei, drei oder mehr Kindern birgt im Vergleich zu einer Schwangerschaft mit nur einem Kind das erhöhte Risiko auf Chromosomenanomalien. Darüber hinaus haben Mehrlingsschwangerschaften für ihr Wachstum einen erhöhten Platzbedarf, und möglicherweise kann die Gebärmutter sich diesem Mehrbedarf nicht anpassen. Bei einer Zwillingsschwangerschaft ist das Risiko, einen Zwilling nach 20 Wochen oder im ersten Monat nach der Geburt zu verlieren doppelt so hoch. Das Risiko bei Drillingen oder höhergradigen Mehrlingsschwangerschaften ist erheblich höher.

Eine der relevantesten Komplikationen einer Mehrlingsschwangerschaft ist eine (drohende) Frühgeburt. Eine spontane Frühgeburt ist in den meisten Fällen die Folge von vorzeitiger Wehentätigkeit. Ein vorzeitiger Blasensprung kann ebenfalls ein Grund dafür sein, dass die Geburt zu früh eingeleitet wird. In manchen Fällen werden die Kinder auch deshalb zu früh geboren, weil nach Auffassung des Gynäkologen eine vorzeitige Geburt eingeleitet werden muss. Dies kann dann sinnvoll sein, wenn die Kinder anderenfalls gefährdeter oder wenn die Mutter gefährdet wäre.

Die Hauptrisiken einer Schwangerschaft in einem späteren Lebensalter bestehen in einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt und der Geburt eines Kindes mit Chromosomenanomalien. Darüber hinaus kann eine Reihe von allgemeinen Schwangerschaftskomplikationen bei Frauen über 35 Jahren etwas häufiger vorkommen. Die Wahrscheinlichkeit einer Geburt mithilfe eines Kaiserschnitts ist mit zunehmendem Lebensalter der werdenden Mutter ebenfalls erhöht

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