Gesundheit

Kortison nicht gut für die Leber

Kortison kann die Ablagerung von Fetten in der Leber erhöhen. Demnach hemmt das körpereigene Hormon die Bildung fettabbauender Leberenzyme. Menschen, die dauerhaft Kortison-Präparate einnehmen, sollten deshalb besonders auf ihre Ernährung achten. Eine fettarme Ernährung verringert das Risiko einer Fettleber. Fasten oder drastisches Abnehmen belasten dagegen die Leber und erhöhen die Gefahr einer Leberentzündung.

Das körpereigene Hormon Kortison führt zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels und reguliert dadurch den Fettstoffwechsel im Körper. Je nach Gewebe-Typ kann es dabei unterschiedliche Wirkung haben: Während Kortison in der Muskulatur Fette abbaut, erhöht es in der Leber den Fettgehalt. Die Wirkstoffe von Kortison-Präparaten haben die gleichen Effekte wie das natürliche Hormon, allerdings wirken sie sehr viel stärker. Wer regelmäßig Kortison-Medikamente einnimmt, hat deshalb ein höheres Risiko für eine Fettleber.

Eine Fettleber wird in den meisten Fällen durch Alkoholmissbrauch oder starkem Übergewicht hervorgerufen. Experten schätzen, dass in Deutschland bis zu 25% der Bevölkerung daran leiden. Die Symptome der Fettleber können bei entsprechender Ernährung und Verzicht auf Alkohol  wieder vollständig zurückgebildet werden.

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