Gesundheit
Konfitüren mit Sauerkirschen - erfrischend säuerlich

Konfitüren mit Sauerkirschen - erfrischend säuerlich

Sauerkirschen - gesundheitlich betrachtet

Sauerkirschen enthalten das Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C und E sowie die wichtigen Mineralstoffe Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium. Insbesondere die bioaktiven Substanzen in Obst und Gemüse sind seit einigen Jahren bezüglich ihrer positiven Effekte auf die menschliche Gesundheit im Gespräch. In Deutschland besteht aus diesem Grund die Kampagne "5 am Tag", um für einen Mehrverzehr an diesen Produkten zu werben und somit einen Bereich der Gesundheitsprävention durch Ernährung zu unterstützen. Eine der untersuchten Stoffgruppen der bioaktiven Substanzen sind die Anthozyane (Pflanzenfarbstoffe), die auch in den Sauerkirschen zu finden sind. Bei der Gruppe der Anthozyane werden gesundheitsfördernde Eigenschaften, wie eine Stärkung des Bindegewebes, Hemmung von Entzündungen und prophylaktische Wirkungen gegen Gicht, Gewebeschwäche, Herz-Kreislauf-Störungen und Krebs, vermutet

Süß-säuerliches Frühstück

Eine besonders interessante Zubereitung von Schattenmorellen ist die eigene Herstellung von Konfitüren. Besonders aromatische Kombinationen ergeben sich aus der Verbindung dieser Sauerkirschen mit Beeren, beispielsweise Brombeeren oder Himbeeren. Für die Erwachsenen am Frühstückstisch kann auch ein Schuss Alkohol, wie zum Beispiel Portwein, in der Konfitüre ein besonderes Geschmackserlebnis bieten.

Damit die Konfitüre eine homogene Konsistenz erhält, werden die Kirschen zuerst, zumindest zum Teil, püriert, damit die Gelierwirkung des Gelierzuckers nicht beeinträchtigt wird. Werden Konfitüren bevorzugt, in denen noch Kirschenstücke sind, ist es erforderlich, die Zutaten (insbesondere die Früchte und der Gelierzucker) über Nacht ziehen zu lassen. Am nächsten Tag kann die Konfitüre dann fertiggekocht werden. Weitere Hinweise der Hersteller finden sich auch immer auf den Verpackungen des Gelierzuckers. Dann steht dem süß-säuerlichen Genuss am Morgen nichts mehr im Wege. Und auch die Freunde, Nachbarn oder Bekannte freuen sich bestimmt gerne über ein Glas. Denn mit der richtigen Dekoration und Verpackung werden die Konfitüren, Gelees und Chutneys richtig "in Szene" gesetzt. Etiketten mit Namen und Datum bieten auch Platz für persönliche Grüße. Stoffreste, Bast, Bänder oder Blattgrün lassen aus einem "normalen" Konfitürenglas direkt eine individuelle Kreation werden und werden bestimmt mit erfreuten Blicken gerne angenommen.

Kein Einmachen ohne Zucker

Bis vor 40 Jahren wurde für das Einkochen von Früchten ausschließlich spezieller Einmachzucker verwendet. Heutzutage wird Einmachzucker weitestgehend durch Gelierzucker ersetzt. Gelierzucker ist eine Mischung aus Raffinade, natürlichem Pektin und Zitronensäure. Pektin bewirkt, dass püriertes Obst oder Fruchtsaft gebunden werden. Gelierzucker sorgt für einen feinen Fruchtgeschmack, süßt und geliert und gibt Konfitüren, Marmeladen und Gelees zugleich den richtigen Halt.

Auf dem Markt sind drei Sorten Gelierzucker erhältlich: Für Marmeladen, Konfitüren und Gelees, denen erst der Zucker volles Aroma, perfekte Süße und besonders lange Haltbarkeit ohne Konservierungsstoffe gibt, wird in der Regel Gelierzucker 1:1 verwendet. Hierbei wird für 1 kg Früchte die gleiche Menge Gelierzucker verwendet. Für fruchtige Brotaufstriche eignet sich Gelierzucker 2:1, das heißt zwei Teile Frucht werden mit einem Teil Zucker verkocht. Gelierzucker 2:1 enthält neben Zucker, Fruchtpektin und Zitronensäure auch den Konservierungsstoff Sorbinsäure. Gelierzucker 3:1 wird, wie der Name schon sagt, für ein anderes Zutatenverhältnis von Gelierzucker und Früchten verwendet. Für 1,5 kg Früchte werden 0,5 kg Gelierzucker 3:1 benötigt. Auch er enthält den Konservierungsstoff Sorbinsäure. Der Fruchtgeschmack des Einmachguts erhöht sich noch einmal mehr.

Erfrischend säuerlich

Leckere Früchte in allen Variationen lassen den Sommer zu einer besonders leckeren und gesunden Zeit werden. So kann nach Herzenslust genossen werden und man nimmt ganz von selbst Vitamine, Mineralstoffe etc. zu sich. Ab Juli lockt auch die Saison der Kirschen. Hier gibt es zwei Vertreter: die süßlichen Herzkirschen, die gerne pur verzehrt werden, sowie die säuerlichen Sauerkirschen/Schattenmorellen, die meist sofort weiterverarbeitet werden, bevor sie verzehrt werden. Sie sind beliebt als Kuchenbelag oder als säuerlich-würzige Zutat bei Geflügelgerichten. Besonders lecker ist die Schattenmorelle auch als Brotaufstrich in Form von Konfitüren.

Leckeres Rosengewächs

Die Kirsche ist, wie alle Kirscharten, ein Rosengewächs. Spuren des ersten kultivierten Kirschanbaus in Deutschland gehen bis in das zweite Jahrhundert vor Christus zurück. Die Schattenmorelle (zu den Weichseln gehörend) wird vor allem in Ingelheim (bei Mainz) angebaut, aber auch in weiteren Gebieten von Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg geerntet und direkt schonend verarbeitet.

Im Winter bringt die saftige Frucht aus dem Glas einen Hauch von Sommer auf den Esstisch. Im Sommer kommt sie oft als Dessert auf den Tisch, wird aber auch in Müsli- und Eisspeisen, Cocktails und Bowlen angetroffen. Immer häufiger wird sie auch bei weiteren Gerichten verwendet, beispielsweise im Auflauf oder Soufflee oder mit Cognac flambiert. Auch als harmonische Abrundung zu Geschmortem und Geflügel werden die Kirschen immer öfter eingesetzt. Und nicht zu vergessen ist die klassische Torte, auf der ihr dunkelrotes, saftiges Fruchffleisch so richtig zur Geltung kommt.

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