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Hodenkrebs

Hodenkrebs

Hodenkrebs ist die häufigste, bösartige Tumorerkrankung bei jungen Männern im Alter von 20 bis 40 Jahren. Etwa 7 von 100 000 Männer sind pro Jahr betroffen Hodenkrebs ist eine bösartige Gewebswucherung, die von den Keimzellen (Vorläuferzellen der Spermien) des Mannes ausgeht. Bösartig nennt man Hodenkrebs deshalb, weil dieser Tumor ohne Behandlung das gesunde Hodengewebe zerstört und sich rasch in alle Organe des Körpers ausbreiten kann. Ohne Behandlung ist Hodenkrebs immer tödlich. Mit einer frühzeitigen Behandlung kann Hodenkrebs dagegen bei den meisten Menschen dauerhaft geheilt werden. In Deutschland erkranken jährlich etwa 3.000 Männer neu an Hodenkrebs. Damit gehört dieser Tumor insgesamt zu den seltenen Krebserkrankungen.

 

Das Wachstum des Tumors beginnt zunächst in einem der beiden Hoden und kann dann auch Nebenhoden und Samenleiter erfassen. Die Hoden enthalten unterschiedliche Zelltypen, aus denen sich jeweils ein bösartiger Geschwulst entwickeln kann. Die Ursachen für die Entstehung von Hodenkrebs sind unklar. Man weiss jedoch, dass Männer mit Leisten- oder Pendelhoden ein höheres Risiko haben, an Hodenkrebs zu erkranken. Bei 95% der betroffenen Männer tritt Hodenkrebs nur an einem Hoden auf. Sind die Hoden gar nicht betroffen und entsteht die Erkrankung aus versprengtem Hodengewebe ausserhalb des Hodens, spricht man von "extragonadalem Keimzelltumor". Je nach der Art des Tumorgewebes wird Hodenkrebs in verschiedene Gruppen eingeteilt: "Seminome", "Nichtseminome", "reife Teratome" und Mischtumoren aus den drei genannten Gruppen.

 

Um welche Art von Tumor es sich handelt, lässt sich nur durch die feingewebliche Untersuchung des Krebsgewebes feststellen. Der Zellursprung ist für die Behandlung und Heilungsaussichten von großer Bedeutung.

 

Die meisten Menschen bemerken die ersten Anzeichen von Hodenkrebs selbst. Am besten ist es, in regelmässigen Abständen in entspannter Stellung (z.B. unter der Dusche oder in der Badewanne) beide Hoden vorsichtig abzutasten. Im Anfangsstadium der Erkankung sind typische Beschwerden wie eine Schwellung oder ein Knoten im Hoden sowie ein "Ziehen" im Hoden oder in der Leiste.

 

Bei fortgeschrittener Erkrankung können folgende Beschwerden auftreten von zunehmender Vergrösserung des Hodens über Rückenschmerzen durch Vergrösserung der Lymphknoten im Bauchraum und eine Vergrösserung oder Schmerzhaftigkeit der Brustdrüsen. Bei Ausbreitung der Erkrankung im Körper können jedoch noch eine Vielzahl weiterer Beschwerden hinzukommen.

 

Hodenkrebs wird heute im Frühstadium immer geheilt, und selbst in fortgeschrittenen Stadien besteht eine gute Heilungschance.

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