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Hämodialyse

Hämodialyse

Die Dialyse (griechisch dialysis = Auflösung, Trennung), allgemein auch als " künstliche Blutwäsche" oder Nierenersatztherapie bekannt ist ein Verfahren zur Entfernung harnpflichtiger Substanzen, überflüssigen Wassers und von Giftstoffen aus dem Blut mit Hilfe einer künstlichen Niere. Intakte Nieren filtern giftige (toxische) Stoffwechselprodukte (harnpflichtige Substanzen) aus dem Blut und scheiden sie mit dem Urin aus. Die Dialyse wird notwendig, wenn die Funktion der natürlichen Nieren hochgradig eingeschränkt ist, wobei das Blut mit Hilfe von künstlichen Filtermembranen von schädlichen Stoffen befreit und entgiftet wird.

 

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Hämodialyse

Bei der Hämodialyse wird ein Gerät mit einem Membranfilter außerhalb des Körpers verwendet (künstliche Niere). Diese Blutreinigung ist lebensnotwendig. Die Hämodialyse findet in den meisten Fällen in einem Dialysezentrum unter der Aufsicht von besonders geschultem Pflegepersonal und einem Ärzteteam statt. Der Patient muss sich allerdings einem festen Behandlungsplan anpassen und meist dreimal pro Woche für jeweils vier bis fünf Stunden ins Behandlungszentrum kommen.

Zunächst muß das Blut mit Hilfe einer Maschine aus dem Körper gepumpt werden. Dort läuft es durch den Dialysator und geht gereinigt in den Körper zurück. Demnach wird das Blut über eine künstliche Membran außerhalb des Körpers geschickt, um es von Schadstoffen zu befreien. Diese Membran funktioniert wie ein Filter, ist also nur für einen Teil der Substanzen durchlässig. Sind auf der einen Seite der Membran Stoffe in höherer Konzentration vorhanden als auf der anderen Seite, dann wandern diese Stoffe durch die Membran bis es zu einem Ausgleich der Stoffkonzentration kommt. Eingesetzt wird die Hämodialyse bei akutem Nierenversagen oder bei Vergiftungen für einige Tage sowie einer dauerhaften Therapie bei chronischem Nierenversagen im fortgeschrittenen Stadium.

In den meisten Fällen wird das Blut über einen Gefäßzugang am Unterarm aus dem Körper geleitet. Damit ausreichend Blut für die Hämodialyse zur Verfügung steht, legt ein Chirurg eine Verbindung zwischen Arterie und Vene. Diese Verbindung erleichtert das häufige Anschließen an die Dialyse-Maschine. Durch Schlauchsysteme gelangt das Blut in das Dialysegerät.

Da die Hämodialyse nicht kontinuierlich stattfindet, sammeln sich regelmäßig Wasser und Giftstoffe im Blut an. Viele Stoffe, die man mit dem Essen und Trinken in den Körper aufnimmt, werden somit nicht ausgeschieden und müssen durch die Dialysebehandlung entfernt werden. Daher muss ein Hämodialyse-Patient eine Diät einhalten.

Eine Dialyse kann die Funktion der Niere nicht vollständig ersetzen. Die Hämodialyse belastet den Körper. Bei chronischen Hämodialyse-Patienten kommt es nach vielen Jahren zu Spätschäden wie Gefäßverkalkungen, Herzerkrankungen, Knochen- und Gelenkschäden. Durch eine optimale Hämodialyse-Behandlung sowie durch zusätzliche, sorgfältige Therapie von Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und Anämie lassen sich diese Schäden deutlich vermindern oder ihr Auftreten verzögern.

Für die Hämodialyse gilt allgemein der Grundsatz: Je länger (Stunden pro Woche) und häufiger die Patienten dialysiert werden, umso geringer sind die Spätschäden und umso länger leben die Patienten.

Auch wenn die Einschränkung durch eine regelmäßige, dreimal wöchentliche Hämodialyse nicht unterschätzt werden darf, bietet die Hämodialyse trotz völligen Ausfalls des lebenswichtigen Organs Niere eine lange Überlebensdauer mit guter Lebensqualität. Nicht zuletzt kann die Hämodialyse auch eine jahrelange Wartezeit überbrücken, bis ein geeignetes Nierentransplantat gefunden

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