Gesundheit
Den Leidensdruck bei Schuppenflechte mindern

Den Leidensdruck bei Schuppenflechte mindern

 

Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) sind einem enormen Leidensdruck ausgesetzt: Neben dem Juckreiz sind es vor allem die ablehnenden Blicke und die Vorurteile von Außenstehenden, die den Betroffenen das Leben schwer machen. In leichten Fällen können äußerliche Therapien mit Vitamin-D-Präparaten, kortisonhaltigen Salben, Solebädern oder UV-Bestrahlungen helfen. Bei zehn Prozent der Betroffenen ist die Erkrankung jedoch so stark ausgeprägt, dass eine innerliche Therapie erforderlich ist. Bei dieser schweren Schuppenflechte hat sich eine Behandlung mit Fumarsäureestern bewährt: Studien haben gezeigt, dass bei den meisten Betroffenen innerhalb der ersten sechs Wochen eine Besserung eintritt. Nach weniger als sechs Monaten gehen die Beschwerden durchschnittlich um 80 Prozent zurück.

Obwohl Schuppenflechte mit drei Millionen Betroffenen in Deutschland zu den häufigsten Hauterkrankungen gehört, ist sie unter Unbeteiligten kaum bekannt. So wissen die wenigsten, dass die kleinen silbrigen Schuppen, die vor allem an Ellbogen, Knien und Kopfhaut auftreten, weder ein Zeichen von Unsauberkeit noch ansteckend sind. Vielmehr beruht die Erkrankung auf einer Überaktivität des Immunsystems. Bei den Betroffenen ist der natürliche Erneuerungsprozess der Haut aus dem Lot geraten: Während dieser Zyklus bei gesunder Haut rund vier Wochen dauert, ist er bei Schuppenflechte-Patienten auf etwa eine Woche verkürzt. Die übermäßig produzierten Hautzellen werden nach außen transportiert, sterben ab und werden dann als Schuppen sichtbar. Außer der Haut können auch die Nägel betroffen sein, was oftmals starke Schmerzen verursacht. Eine besonders schwere Form der Schuppenflechte ist die psoriatrische Arthritis, die sich durch steife, schmerzende und geschwollene Gelenke bemerkbar macht und die Betroffenen im Alltag stark einschränkt.

Fumarsäureester sind Abkömmlinge der Fumarsäure, einer aus der Erdrauchpflanze isolierten Fruchtsäure. Sie greifen da ein, wo die Schuppenflechte entsteht: im Immunsystem. Fumarsäureester regulieren die überaktive Hauterneuerung und reduzieren die Bildung von Botenstoffen, die an den krankmachenden Prozessen in der Haut beteiligt sind. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe informiert mit einer Broschüre über Wirksamkeit, Anwendung und Verträglichkeit der Behandlungsmethode.

 

 

 

 

Der Ratgeber: "Fumarsäureester - Therapiemöglichkeiten bei Psoriasis" ist kostenfrei und kann schriftlich angefordert werden bei der 

Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V.
Gotenstraße 164 
53175 Bonn


Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

www.dha-allergien.de</b>
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