Gesundheit
Gesundheit

Darmkrebsvorsorge - Vorsorgekoloskopie

Darmkrebsvorsorge - Vorsorgekoloskopie

Mit etwa 66.000 Neuerkrankungen und über 30.000 Todesfällen pro Jahr ist Darmkrebs die zweithäufigste Todesursache bei bösartigen Tumoren in Deutschland. Etwa jeder 20. Bürger kann im Laufe seines Lebens an Darmkrebs erkranken.

Im Monat März berichten die Medien ausgiebig über den Darmkrebs (Kolorektales Karzinom) und Früherkennungs- und Präventivmaßnahmen. Seit mehreren Jahren ist der März traditionell "Darmkrebsmonat", so finden viele Informationsveranstaltungen, "Tage der offenen Tür", Theateraufführungen und ähnliches statt, um das Problem des Darmkrebses in das Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen. Leider ist die Akzeptanz für Vorsorgemaßnahmen gegen Darmkrebs in der Bevölkerung noch immer nicht sehr hoch.

Anders als bei den Vorsorgeuntersuchungen für Brustkrebs bei der Frau oder Prostatakrebs beim Mann, bei denen es sich lediglich um Früherkennungsmaßnahmen handelt - dass heißt durch regelmäßige Untersuchungen hofft man das Entstehen eines bösartigen Tumors möglichst in einem frühen Stadium zu entdecken - kann die Entstehung von Darmkrebs aber komplett verhindert werden.

Fast immer entsteht Darmkrebs aus gutartigen Wucherungen, die sich erst im Laufe von Jahren entwickeln. Man kennt sehr genau den Mechanismus, bei dem sich aus initial immer gutartigen kleinen Schleimhautwucherungen, so genannten Polypen, im Laufe von Jahren ab einer gewissen Größe Zellveränderungen entwickeln, die letztlich zur Entstehung von Darmkrebs führen. Entscheidend ist hierbei, dass die Entstehung von Polypen vom Betroffenen nicht bemerkt wird. Erst wenn die Oberfläche der Polypen verändert ist, und zum Beispiel kleinere Mengen Blut in den Stuhl gelangen, werden Test auf verstecktes Blut im Stuhl positiv.

Wird dieses Wachstum frühzeitig erkannt und behandelt, so liegt die Heilungschance bei über 90 %. Aus diesem Grunde ist es gelungen, auch den Krankenkassen den Stellenwert der Dickdarmspiegelung (Koloskopie) zu verdeutlichen, was letztlich dazu führte, dass die Vorsorgekoloskopie von den gesetzlichen Krankenkassen ab dem 56. Lebensjahr für ihre Versicherten angeboten wird.

Der entscheidende Vorteil der Darmspiegelung gegenüber alternativen Untersuchungsmethoden wie zum Beispiel der virtuellen Coloskopie (die von Radiologen angeboten wird) ist neben der Visualisierung des Darmlumens die interventionelle Therapieoption. Das heißt im Rahmen der Darmspiegelung kann bei Vorliegen entsprechender Blutgerinnungswerte gleich eine Therapie auffälliger Befunde durch Abtragung der Polypen mit der Schlinge erfolgen.. Hierzu werden die Polypen an der Basis mit einer Schlinge, in manchen Fällen eines sehr breitbasigen Aufsitzens des Polypen auch nach vorheriger Unterspritzung gefasst und mittels Hochfrequenzstrom die Basis des Polypen zur Darmwand hin durchtrennt. Das abgeschnittene Gewebe wird geborgen und zur weiteren Untersuchung an den Pathologen verschickt. Die Vorsorgekoloskopie unterliegt speziellen Qualifizierungsanforderungen hinsichtlich des durchführenden Arztes, Dokumentation und hygienischen Maßnahmen der Geräteaufbereitung. So wird die Vorsorgekoloskopie in den meisten Fällen durch Internisten und Gastroenterologen durchgeführt. Durch die Gabe moderner Medikamente ist es möglich, die Untersuchung praktisch schmerzfrei für den Patienten durchzuführen.

Im Falle eines unauffälligen Untersuchungsergebnisses reicht eine Kontrollkoloskopie in einem Abstand von 7 bis 10 Jahren völlig aus. Zahlreiche Prominente finden sich in jedem März zusammengefunden, um mit der Dachorganisation "Lebensblicke - Stiftung Früherkennung Darmkrebs" und weiteren Organisationen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Gesundheit aktuell
JAHRBUCH 2016
gratis online lesen!

Gesundheit Aktuell-Jahrbuch 2016

Gesundheits-
Tipps

Nebenwirkungen von Crash-Diäten

Jeder, der einmal eine Crash-Diät gemacht hat, kennt ihn - den berühmt berüchtigten Jojo-Effekt. Dicker als zuvor, neue Falten, ein kürzeres Leben und brüchige Knochen - das können die Nebenwirkungen von Crash-Diäten sein. Diäten machen nicht nur...
 mehr...

Schmerzloser Herzinfarkt

Ein Herzinfarkt kann bei Diabetikern mit nur geringen Schmerzen auftreten und lebensgefährlich sein. Zumeist haben Diabetiker in fortgeschrittenen Stadien einer Herzerkrankung keine Beschwerden. Dies kommt daher, dass die Nerven des Herzens durch...
 mehr...

Mundgeruch - ein lästiges Übel

Die Ursache für Mundgeruch liegt meistens in einer mangelhaft durchgeführten Mundhygiene. Durch Keime in der Mundhöhle bilden sich Schwefelverbindungen die den übel riechenden Atem verursachen. Diese Keime bilden sich in Zahnzwischenräumen,...
 mehr...

Augen nach Zeckenbiss gefährdet

Ärzte warnen vor einer unterschätzen Gefahr für die Augen durch Zeckenbisse. Im fortgeschrittenen Stadium der Infektion entwickelt sich bei 5 Prozent eine Neuroborreliose. Was niemand ahnt: Die Krankheit kann auch das Auge ernsthaft in...
 mehr...

Minzöl hilft bei Reizdarmproblemen

Zwischen fünf und 20 Prozent der Bevölkerung leiden am Reizdarmsyndrom. Eine Krankheit, deren Ursachen bislang nicht genau bekannt sind. Die Patienten leiden unter Darmkrämpfen, Durchfällen oder auch Verstopfung und Blähungen. In der Therapie...
 mehr...

Asthma - Mediterrane Früchte helfen

Asthma und chronisch-obstruktive Bronchitis kann mit Hilfe von Mittelmeerkost vorgebeugt werden. Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Nüsse, Fisch und Olivenöl, wer all dies zu sich nimmt, kann das Risiko einer chronischen Atemwegserkrankung um etwa die...
 mehr...

Folgen Sie uns auf Twitter!

Folgen Sie uns auf Facebook!

Folgen Sie uns auf google+!

Gesundheit aktuell Mobil-App

Gesundheit