Gesundheit
Argumente fürs Stillen

Argumente fürs Stillen

Nach der Geburt des Kinds kommt im Rahmen der hormonellen Umstellung automatisch die Milchbildung in Gang, sodass die Mutter das Neugeborene sofort stillen kann. Da Muttermilch die ideale Ernährung für das Neugeborene ist, wird empfohlen, Babys zu stillen. Stillen ist in vielerlei Hinsicht für die Gesundheit und die Entwicklung des Kindes von Bedeutung. Von Fachleuten wird deshalb empfohlen, mindestens vier, besser noch sechs Monate ausschließlich zu stillen. Für die meisten Säuglinge reicht ausschließliches Stillen im ersten Lebenshalbjahr als Ernährung aus.

 

Wenn die Stillzeit über das erste Lebensjahr hinausgeht, so entstehen auch hier Vorteile für Mutter und Kind. So steht die Stillzeit im Zusammenhang mit einer besseren Entwicklung des Mundes, wie Muskulatur und Motorik und des Gaumens, was eine bessere Sprachentwicklung zur Folge haben kann. Die durch das Stillen entstehende Nähe fördert die Beziehung des Kindes zu seiner Mutter und sorgt für emotionale Beständigkeit in einer Zeit schnellen Wachstums und rascher Entwicklung. Klinische Untersuchungen weisen darauf hin, dass gestillte Kleinkinder gesünder und weniger anfällig für Krankheiten sind. Es wurde festgestellt, dass der Gehalt an immunologisch wirksamen Bestandteilen der Muttermilch während des ersten und zweiten Jahres der Stillzeit hoch bleibt. Weiter bietet Stillen eine natürliche Möglichkeit zur Befriedigung des kindlichen, nicht mit der Ernährung im Zusammenhang stehenden Saugbedürfnisses. Muttermilch ist exakt an die Bedürfnisse des Säuglings angepasst; sie enthält außer der Flüssigkeit und der optimalen Nährstoffzusammensetzung auch Antikörper, die als Schutz vor Infektionen dienen. Zudem bietet Stillen Trost, wenn ein Kleinkind müde, verletzt, krank oder verstört ist. Auch zählt Muttermilch für eine schnell verdauliche und gut verträgliche Nahrungsquelle für ein krankes Kind. Außerdem entspannen die Stillhormone die Frau weiterhin und gestalten das Leben mit einem Kleinkind angenehmer und stressfreier. Das Risiko, vor der Menopause an Brustkrebs oder später an Osteoporose zu erkranken, sinkt kontinuierlich mit steigender Stillzeit.

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