Gesundheit
15. März - Tag der Rückengesundheit

15. März - Tag der Rückengesundheit

Zwei Drittel aller Deutschen leiden unter akuten Rückenschmerzen. Besonders auffallend ist dabei, dass die Zahl der Betroffenen Jugendlichen ständig wächst.

Die Initiatoren rufen jährlich dazu auf, sich für einen aktiven und gesunden Rücken zu engagieren und langwierige Rückenschmerzen vorzubeugen. Auch am diesjährigen 15. März wird wieder der Tag der Rückengesundheit stattfinden. Er wird unter dem Motto stehen: "Balance halten - Rücken stärken!". Vorsorge durch regelmäßige Bewegung wird dabei ebenso ein Thema sein, wie eine rückengerechte Gestaltung des persönlichen Umfeldes. Angeboten werden bundesweite Aktionen mit Partnern und Informationsbroschüren zum Thema.

Auslöser für Rückenschmerzen sind oft Bewegungsmangel, eine falsche Körperhaltung, einseitige Dauerbelastung wie langes Sitzen und Stehen, falsches Bücken, Heben und Tragen aber auch chronische Erkrankungen wie Rheuma und Osteoporose. Nicht zu vergessen sind äußere, umweltbedingte Einflüsse ebenso psychische Belastungen wie Dauerstress und Leistungsdruck. Ein Großteil der Rückenschmerzen sind lokale, unspezifische Beschwerden. Das bedeutet, die Schmerzen beschränken sich auf die betroffene Wirbelsäulenregion. Bei etwa fünf Prozent der Betroffenen strahlen die Schmerzen jedoch durch Reizung oder Schädigung von Nervenwurzeln in die Beine oder Arme aus.

Zu einem gesunden Rücken gehört deshalb eine gut entwickelte Muskulatur, welche die Wirbelsäule stützt. Häufig beginnt nach der akuten Schmerzerfahrung ein Teufelskreis mit den Stationen Schonhaltung, Verspannungen und zum Abschluß vermehrter bis hin zu chronischem Schmerz. Da Bewegungen vermieden werden entwickeln sich Fehlstellungen, die Muskulatur wird geschwächt und die Funktion des Bewegungsapparats nimmt ab. Notwendige medizinische Maßnahmen, angefangen von leichten, mittelstarken und starken Schmerzmitteln in Form von Tabletten, Spritzen und Pflaster über Behandlungen wie Krankengymnastik und Schmerztherapie können die Symptome beseitigen, eingetretene Schäden sind in der Regel nicht wieder rückgängig zu machen. Nur durch die Gestaltung eines rückengerechten Umfeldes und ein eigenes rückenfreundliches Verhalten wie durch Rückengymnastik, Bewegungsübungen, Sport, Haltungstraining bzw. Rückenschule, Muskelaktivierung aber auch Wärmebehandlungen können bleibende Schäden vorgebeugt bzw. vermieden werden. Des weiteren dient rückengerechtes Verhalten dazu eine Rückenschmerztherapie oder erfolgreiche Abschlußbehandlungen wirksam zu unterstützen.

Erst das sinnvolle Zusammenspiel von Physiotherapie, Medikamenten und Rehabilitation bringt Besserung und oft sogar vollständige Genesung. Dies gilt es durch eigenes Engagement zu erhalten, denn nur wer seinen Rücken gezielt und regelmäßig trainiert, kann Beschwerden vorbeugen oder lindern. Grundsätzlich gelten Sportarten wie Rückenschwimmen und Kraulen, Wandern, Walken, Radfahren, Gymnastik, Inline skaten oder Skilanglauf als rückenfreundliche Bewegungsformen. Entscheidend für jede Sportart ist die richtige Technik. Falsch ausgeführt, können selbst rückenfreundliche Sportarten das Kreuz belasten. Wer seine Muskeln und Gelenke zudem ausreichend lockert und dehnt, verringert das Risiko, sich zu verletzen oder zu überanstrengen. 

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